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ASC Dortmund: "Bin ein wissenschaftlicher Trainer"
Wolf eifert "Klinsi" nach

ASC Dortmund: "Bin ein wissenschaftlicher Trainer"
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Hannes Wolf ist im Moment nicht zu beneiden, immerhin wird der Spielertrainer vom ASC Dortmund 09 derzeit nicht nur auf dem Platz gefordert. Am Donnerstag musste der Sportstudent seine Diplomarbeit an der Ruhr-Uni in Bochum abgeben.

„82 Seiten musste ich schreiben, hat aber alles pünktlich geklappt“, lacht Wolf erleichtert. Bevor im September die letzten Abschlussprüfungen im Studium anstehen, geht es für den 27-Jährigen mit dem ASC schon jetzt in die heiße Phase.

In zwei Wochen startet der Aufsteiger in die Westfalenliga. Mit der Vorbereitung und den Testspielen ist Wolf zufrieden: Im Kreispokal hat es der ASC schon in die vierte Runde geschafft, wo am Dienstag der VfL Schwerte wartet. „Die Spiele sind richtungsweisend, da werden wir richtig geprüft“, weiß er. „Zum Glück haben wir einen großen Kader, so können wir schön rotieren und alle Jungs testen.“

Was die Qualität seines Teams angeht, gerät Wolf angesichts der zehn Neuzugänge ins Schwärmen: „Wir haben viel Klasse dazu gewonnen, die Mischung stimmt.“ Kevin Woidtke und Christian Kinder aus Davensberg bringen Oberligaerfahrung mit, Freddy Nolte (Mengede 08/20) und Mohamed Lmcademali (TuS Eving) „waren bei ihren Vereinen Topspieler, dazu kommen hungrige Talente.“ In drei Monaten kommt noch Torhüter Sascha Piontek hinzu, der sich im Testspiel gegen Brünninghausen den Unterkiefer brach. Wolf: „Das war natürlich ein Schock.“

Was die Zielsetzung in der Westfalenliga angeht, gibt sich der Trainer verhalten: „Niemand kann voraussagen, was in einem Jahr passiert. Wir wollen in jedes Training mit Spaß gehen und die Spieler von Tag zu Tag verbessern.“ Das klingt fast nach Jürgen Klinsmann, dem Wolf tatsächlich nacheifern möchte: „Klinsi hat in seiner Trainingsvorbereitung immer mit Wissenschaftlern zusammengearbeitet, durch mein Studium bin ich eh ein wissenschaftlicher Trainer.“

So stehen beim ASC zwar keine Buddha-Figuren auf den Dächern, aber in Sachen Spieltempo erwartet Wolf wie Klinsi mehr Dynamik von seinen Jungs. „Wir arbeiten viel im Bereich Schnellkraft, um bei Ballbesitz in den ersten fünf Sekunden noch fixer zu werden.“

Das neue ASC-Tempo hat sich in den Testspielen schon bezahlt gemacht: Beim 2:5 gegen die BVB-Reserve hielt das Wolf-Team gut dagegen, im Hecker-Cup gab es zuletzt ein 3:3 gegen den FC Brünninghausen mit anschließendem Triumph im Elfmeterschießen und einen 4:2-Sieg gegen Westfalia Wickede. Tore, Tore, Tore – Wolf ist begeistert: „Zwar arbeitet die Mannschaft in der Defensivbewegung noch nicht so gut, aber darüber schaue ich gerne hinweg. Wir spielen lieber 4:3 als 1:0.“

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