Denn Dortmund II verspielte innerhalb von sieben Zeigerumdrehungen eine glatte 3:0-Führung und musste am Ende noch über das 3:3 (0:1) glücklich sein. Trainer Theo Schneider stand stinksauer an der Seitenlinie und konnte die Leichtsinnigkeit seiner Jungs nicht glauben: „Das war eine Mischung aus fehlender Cleverness und Überheblichkeit, so ein Ding müssen wir einfach nach Hause bringen“, schüttelte er fassungslos den Kopf.
Über eine Stunde dominierten die BVB-Talente das Geschehen, spielerisch angetrieben vom starken Mittelfeld um Profi Nuri Sahin und Damir Vrancic. Sebastian Hille schoss früh den Vorsprung raus (15.), nach der Pause legten Sahin (52.) und Sebastian Tyrala (66.) nach.
Dann begannen die „schwarzen Minuten“: Ein dummer Ballverlust im Mittelfeld, den anschließenden Freistoß donnerte Mark Zeh in die Maschen (68.), ehe Marek Klimczok per „Sonntagsschuss“ in den Winkel traf (70.) und Denis Omerbegovic einen Ball von Patrick Schnier unhaltbar zum Ausgleich abfälschte (75.). „Da stehst du als Coach nur noch vor deinem Stuhl und kannst nichts mehr machen, das war die pure Eigendynamik“, war Schneider enttäuscht. „Wir müssen jetzt schnell die Lehren aus dem Remis ziehen und wieder aufstehen.“