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Uwe Dönisch-Seidel atmet langsam durch. „Sicher ist es im Moment keine einfache Phase für mich, aber ich glaube wieder an bessere Zeiten“, hofft der Vorsitzende des 1.FC Kleve, der mit seinem Verein seit Tagen in den Negativ-Schlagzeilen steckt.[REVIERSPORT]Denn in der Schwanenstadt herrscht weiter Ungewissheit, welche Konsequenzen die Ermittlungen der Steuerfahndung haben werden. Gerüchten zu Folge sollen die Klever im Zeitraum von 2003 bis 2007 nicht alle Spielergehälter voll versteuert haben – Stichwort Schwarzgeld, wodurch hohe Nachzahlungen drohen. Der Vorstand will sich weiter nicht zu Details äußern: „Es handelt sich um ein schwebendes Verfahren“, bittet Dönisch-Seidel um Verständnis. „Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, weil wir ein großes Interesse an einer schnellen Aufklärung haben.“
Auch, weil der FC Kleve noch auf einem anderen Schauplatz um seine Zukunft kämpft. So stehen die Verantwortlichen in Verhandlungen mit der Stadt, die den Stadionumbau mit einer 1,4-Millionen-Euro-Finanspritze vorantreiben soll. Doch bis zur Klärung der Steuerermittlungen könnten die Gespräche nun auf Eis liegen. Obendrauf wurde in diesen Tagen ein Wirtschaftsbericht der Stadt zum FCK öffentlich, in dem bekannt wurde, dass der Club die vergangene Saison mit einem Minus von 142.000 Euro abgeschlossen hat. „Die Zahlen möchte ich nicht kommentieren“, schimpft Dönisch-Seidel. „Aber die Indiskretion, diese Informationen rauszugeben, ärgert mich.“ Unabhängig vom Chaos glaubt der Klever Boss weiter an eine Zukunft in der Regionalliga: „Ansonsten hätten wir die Lizenz gar nicht beantragt. Wir arbeiten seit Jahren mit bestem Wissen und Gewissen, die positive Entwicklung des Vereins soll weitergehen.“