Hochrechnungen, von den Lippstadts Sportdirektor wenig hält. "Nein, solche Rechenspiele mache ich nicht", erklärt Daniel Farke. "Wir wollen uns an Inhalten orientieren. Wenn wir unsere Philosophie umsetzen, dann sind wir am Ende auch erfolgreich", glaubt der angehende Fußballlehrer. An einem Beispiel macht er klar, dass er es ernst meint: "Wir gehen im Grunde genommen mit der gleichen Einstellung und Erwartung in ein Heimspiel gegen Velbert wie in ein Auswärtsspiel bei Viktoria Köln."
Das "Jetzt-sind-wir-mal-wieder-dran"-Gefühl
Die nächste "schwere Aufgabe" ist das Spiel bei der Gladbacher U23 (Samstag, 14 Uhr, Grenzlandstadion), Regionalliga-Tagesgeschäft möchte man sagen. Und man hat den Eindruck, dass sich im Lager des Aufsteigers ein gewisses "Jetzt-sind-wir-mal-wieder-dran"-Gefühl breit macht. Farke lobt die Mannschaft für ihr Engagement im Training, für die guten Defensiv-Leistungen ("Da haben wir uns deutlich stabilisiert") - und macht einen ziemlich entspannten Eindruck. Dabei warten die 08er doch seit neun Spielen auf einen Sieg! "Es lässt sich aber nichts erzwingen", sagt der Chefcoach und erinnert daran, dass die Schwarz-Roten immer gut damit gefahren sind, wenn nicht der Tabellenplatz als oberste Maxime über ihrem Handeln stand - sondern das Spiel als solches.
Während gegen Lotte die Personalsituation "dramatisch" war, sieht es nun wieder etwas besser aus. Die Langzeitverletzten René Wessels, Moritz Kickermann und Christopher John fehlen zwar weiterhin, dafür sind Marc Polder, Sven Dyballa und Daniel Barton wieder fit. Ganz eng für Samstag wird es für Ardian Jevric, der noch an den Folgen eines Pferdekusses laboriert.