„Dass wir auf Platz 15 stehen, ist absolute Normalität, auch wenn wir relativ leicht fünf oder sechs Punkte mehr haben könnten“, findet Daniel Farke. Der Sportdirektor des SVL hält fest, worauf es den Verantwortlichen des Aufsteigers vor allem ankommt: „Wir wollen die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, auch in der Regionalliga durchbringen. Weil uns das gelungen ist, sind wir bisher auch wirklich zufrieden. Es war nicht ein Spiel dabei, in dem wir hoffnungslos unterlegen waren.“
Der gute, aus Sicht vieler Beobachter gar „überragende“ (Farke) Start, habe vielleicht auch Begehrlichkeiten geweckt, als einer der „zwei oder drei“ Amateurvereine der Liga wisse man aber genau, wo man sich selbst einordnen muss. Sprich: Wenn es zum Klassenerhalt reicht, sind am Waldschlösschen alle glücklich.
Zuletzt zeigte die Kurve zwar nach unten, ein 5:1-Sieg im Westfalenpokal beim 1. FC Kaan-Marienborn (Westfalenliga) hellte die Stimmung aber deutlich auf. Und auch wenn die personellen Voraussetzungen mehr als schwierig sind – Farke beklagt aktuell zehn Spieler, die verletzt oder angeschlagen sind – werden die Schwarz-Roten in Essen (Samstag, 14 Uhr) wie immer auftreten: Mutig, engagiert und tendenziell offensiv.
Wie groß ist denn die Vorfreude des Provinzklubs auf Rot-Weiss? „RWE war für mich vor der Saison einer der Top-Favoriten, aufgrund des Starts stellt sich das mittlerweile etwas anders dar. Ich denke trotzdem, dass Essen am Ende unter den Top fünf landet, denn gerade in der Offensive hat die Mannschaft große Qualität. Vor allem für die Spieler, die unseren Weg schon länger mitgehen, wird das Spiel ein absolutes Highlight sein.“ Sportlich ist es für den angehenden Fußballlehrer dabei indes „eine echte Mammutaufgabe.“