Denn dem Dauerläufer gefällt diese Rolle nicht ganz so gut und deshalb gibt er sie lieber weiter: „Die zahlreichen Reserveteams haben doch viel größeres Potenzial als wir.“
Dass dem nicht zwingend so ist, wollen die „Schloss Herren“ am Sonntag gegen Bielefeld II zeigen. „Die haben immer eine gute Truppe, aber wenn wir das überstehen, haben wir uns erst einmal oben festgebissen“, scharrt Barton bereits mit den Hufen. „So gut sind wir schließlich noch nie gestartet. Das neue Gefühl ist wirklich gut.“
Während sich die Emotionen also gewandelt haben, sind ansonsten kaum Veränderungen zu erkennen. Das Herner Urgestein stellt fest, dass „wir ja auch gute Leute und eine gestandene Truppe sind. Viel kann man mit uns nicht verkehrt machen“. Und das macht Schlebach auch nicht. Im Gegenteil: „Das Training ist anders gestaltet, mehr aber nicht. Wir sind immer noch ein eingeschworener Haufen.“ Barton strahlt: „Unser Zusammenhalt ist da. Und wenn es mal nicht passt, wird sofort darüber geredet und die Geschichte ist vom Tisch.“
Wie beispielsweise die derzeitigen Bankdrücker mit ihrem Dasein nicht einverstanden sind. „Das ist normal, sonst wären es auch keine guten Fußballer“, sieht Barton in dem stark besetzten Kader keine internen Probleme aufkommen. „Jeder will spielen, aber nicht jeder kommt rein. Da muss man eben durch.“ Und um besonders die Neuzugänge besser kennenzulernen, feierte der SCW nach dem Sieg in Duisburg ausgelassen in Düsseldorf. Barton, der um 7.45 Uhr zu Hause war, lacht: „Das war richtig klasse und die Jungs sind durch die Bank in Ordnung.“
Und das „Wir-Gefühl“ wollen die Herner auch heute im Cup gegen den BV Brambauer zeigen: „Das ist eine schwere Aufgabe, aber wir werden sie im Heimspiel meistern“, ballt Barton die Faust.