"Ich kann lächeln", bekannte Essens Coach Karlheinz Plipsen nach seinem ersten Pflichtspiel mit seiner neuen Mannschaft. Kollege Manfred Stefes wollte das nicht, er hatte auch keinen Grund. Der Mann war stinksauer.
Vor Kling trafen Adrian Student (16.), Simon Terodde (20.), Sven Theißen (60.), Luka Marino Odak (87.) für die Gäste. Für RWE Samet lochte Alpay doppelt (35., 73.), Marcel Stiepermann (51.) und Emrah Uzun (71.) legten nach. "Der Fehler in den Schlussminuten war, nicht mit dem 4:4 zufrieden zu sein. Wir machten auf, fressen das Tor", zürnte Stefes. Pflipsen musste sich für den Dreier nicht entschuldigen, gab aber zu: "Als Trainer hat man es in einer solchen Situation nicht leicht. Wir waren glücklicher, haben uns den Erfolg erarbeitet und erkämpft." Stefes wollte - nachvollziehbar - nur noch weg: "Es gibt viel zu reden."
Allerdings auch auf Essener Seite. Pflipsen: "Ich habe eine Menge Aspekte gesehen." Vier ganz bestimmt! Ins Detail ging der Ex-Profi noch nicht. Er kriegte die Kurve: "Für die Zuschauer war das toll, viele Tore, schönes Wetter." Die Eindrücke sackten, Pflipsen bemühte sich um komplette Sachlichkeit: "Die Jungs sind noch nicht fertig. So ein Match dient dazu, das aufzuzeigen. Ich werde die passenden Worte finden." Allerdings ließ er doch ein wenig Emotionalität durch: "Das so eine Begegnung noch umgeboten wurde, macht mich stolz."og
Essen: Zbiorczyk - Yavuz, Kling, Caspers, Karabas - Ritz, Harrer (85. Dutschke) - Alpay, Avci (78. Cetinkaya), Krakala (46. Stiepermann) – Uzun. Duisburg: Kaczor - Göcke (81.Köroglu), Karachristos (78.Öztürk), Theißen, Löber - Student, Boland - Odak, Windges (74. Lehmann), Grund – Terodde. SR: Lukas Salm (Aachen). Tore: 0:1 Student (16.), 0:2 Terodde (20.), 1:2 Alpay (35.), 2:2 Stiepermann (51.), 2:3 Theißen (60.), 3:2 Uzun (71.), 4:3 Alpay (73.), 4:4 Odak (87.), 5:4 Kling (90.+4). Zuschauer: 650.