Und demnach sind auch die Rollen verteilt. "Wir haben nichts zu verlieren", redet Klaus Täuber nicht um den heißen Brei herum. Der Coach der Marler erklärt: "Der Favorit ist Herne. Bei dieser Mannschaft kann man auch nichts anderes sagen, als dass sie vorne weg marschieren wird." Eine Aussage, die Schlebach unterschreibt: "Hüls wird bei uns defensiv agieren und wir werden offensiv zu Werke gehen. Bei dieser Konstellation müssen wir frühzeitig in Führung gehen, damit wir dem Spiel schnell unseren Stempel aufdrücken."
Die wichtigste Personalentscheidung hat er schon getroffen. Oliver Bautz ist und bleibt die Nummer eins. "Eigentlich gehören beide in die Startelf", meint Schlebach, der seinen kompletten Kader zur Verfügung hat. "Es haben nur Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Beispielsweise hat mir bei Oli die Spieleröffnung ein wenig besser gefallen. Aber es war eine der schwersten Entscheidungen, die ich je getroffen habe."
Doch der ehemalige Schermbecker hat auch einen Wunsch. "Wir haben das Match extra auf 18 Uhr verlegt, damit noch ein paar Fans mehr zu uns kommen. Es wäre zum Auftakt schön, wenn wir die Zuschauermarke von 1.000 Besuchern knacken könnten."
Eine enorme Kulisse, mit der die Hülser Jungspunde erst einmal zurecht kommen müssen. "Das wird eine Herausforderung, der wir uns aber stellen", geht Täuber nicht davon aus, dass der VfB davon beeindruckend lässt. "Nach unserer absolvierten Vorbereitung sind wir auch dort nicht chancenlos." Das sieht Schlehbach von Natur aus schon anders. "Ein Heimsieg ist ganz klar unser Ziel. In den letzten beiden Jahren sind wir immer schlecht gestartet und das wollen wir gegen einen Neuling nun besser machen."