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Velbert: Schmahl will Coach Feldhoff ins Grübeln bringen
Keeper auf der Besetzungscouch

Velbert: Schmahl will Coach Feldhoff ins Grübeln bringen
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Wenn man drei Keeper im Kader hat, schauen zwei an jedem Spieltag in die Fruströhre. Julian Schmahl war der letzte Akteur, den die Verantwortlichen der SSVg Velbert für die anstehende Spielzeit verpflichteten. Der Torhüter kam aus der U19 von RW Essen.

"Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets", legt sich der 19-Jährige fest, der in Hagen wohnt, wo er auch jahrelang beim dortigen SSV dem Ball hinterherhechtete. "Das sind immer knapp 35 Minuten, der Fahraufwand ist absolut in Ordnung", erklärt Schmahl.

Der ehemalige Lüdenscheider unterschrieb bei der SSVg einen Vertrag bis 2009, verbunden mit einer Option. Dritter Keeper, Schmahl kam zum Schluss, muss sich also einordnen - so könnte man meinen. Klar macht der 1,88 Meter-Mann: "Ich hatte mir nach der U19-Bundesligazeit bei RWE natürlich mehr erhofft."

Übersetzt: Er möchte durchstarten. Vor seinem Engagement in Velbert hatte er eigentlich schon Vertragsgespräche mit einem anderen Club durchgearbeitet. "Alles war klar", grübelt Schmahl, "ich hatte andere Anfragen abgeblockt, auch einen Termin zur Unterschrift gab es." Bis ein absagender Anruf kam - dem Youngster wurde eine erfahrene Alternative vorgezogen. Der Markt war dementsprechend schon ziemlich zu, vor allen Dingen für einen Torhüter. Markus John, sein ehemaliger Co-Trainer bei RWE ließ ein paar Drähte nach Velbert glühen.

"Die NRW-Klasse ist bestimmt ein guter Auftakt, wenn man aus der U19-Bundesliga kommt", kündigt Schmahl an. Es wird sich nicht versteckt, warum auch? "Von der Rolle als dritter Keeper war eigentlich so nie die Rede", legt sich Schmahl fest, "es wurde mir gesagt, die Karten werden neu verteilt." Mit am "Spieltisch" sitzen die Platzhirsche Jürgen Waniek und Patrick Deuß. Schmahl: "Es soll der auflaufen, der in der Vorbereitung die besten Leistungen zeigt." Das festzulegen, ist der Job von Coach Markus Feldhoff.

Schmahl: "Ich hänge mich rein, rufe immer 100 Prozent ab. Ich möchte den Trainer beeindrucken, ich will mehr." Waniek und Deuß werden es ähnlich formulieren. Die Basis für den Fachabiturienten ist da, an der Einstellung wird es nicht scheitern. "Der Coach sagte mir, er sein überrascht, dass die SSVg noch einen talentierten Keeper bekommen hat." Weil die Vorgeschichte passte, weil John noch Kontakte zu seinem Ex-Verein hat. "Ich versuche, mich überzeugend zu präsentieren, der Rest liegt nicht in meiner Macht", sinniert Schmahl, der im Hagener Unternehmen "Kers Neonlicht" ein Praktikums-Jahr als Monteur absolvieren wird.

Parallel zu seiner individuellen Kader-Rolle, fühlt sich der Youngster im Team super wohl. "Ich wurde toll aufgenommen." Vorteilhaft war, dass er mit Enes Kaya auf einen alten Essener Teamkollegen traf. "Er nahm mich direkt an die Hand, das hat mir sehr geholfen." Auf die weitere Besetzungscouch hat Kaya keinen Einfluss. Dort muss sich Schmahl selbst gut verkaufen. Auch darüber hinaus hat er sich Gedanken gemacht. "Falls es im Fußball nicht klappt, wäre es mein Wunsch, zur Polizei zu gehen."

Auch im christlich-katholischen Glauben ist Schmahl "verhaftet". "Das ist mir sehr wichtig", nickt der facettenreiche Kicker, der seit zwei Jahren mit seiner marrokanischen Freundin zusammen ist, offen: "Das hat mir in einer Lebensphase sehr geholfen."

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