Aktuell nimmt er die Absicht aller Beteiligten zur Kenntnis, die Liga unbedingt nach oben zu verlassen, als Selbstverständlichkeit sieht er das nicht an. „Ich sehe das ganz anders. Es ist doch so, die NRW-Klasse kennt doch niemand.“ Widerspruch dürfte er nicht ernten. Winterpacht: „Die Truppe wurde wieder völlig neu zusammengestellt, wir sollten völlig unverkrampft an die Sache heran gehen."
Die Coach-Entscheidung pro Markus Feldhoff nimmt der 28-Jährige sehr zufrieden zur Kenntnis, baut auf Beständigkeit. „Bis jetzt hatten die Trainer bei der SSVg keine lange Haltwertzeit“, bekennt Winterpacht staubtrocken. Was wahr ist, kann man sagen. Sein Fazit: „Es macht richtig Spaß mit Markus Feldhoff.“ Wobei der Ex-Kornhapener dem Eindruck widerspricht, Feldhoff sei ob seiner erst 33 Jahre super nahe an der Truppe. „Ich persönlich empfinde das gar nicht so, er hält sich zum Beispiel ziemlich aus den Spielformen raus.“
Absolut nicht negativ gemeint . „Er macht sein Ding.“ Konsequent. Winterpacht: „Er verbessert, nicht in dem er drauf haut, sondern klar anspricht und Lösungen anbietet. Damit kann man als Spieler auch etwas anfangen.“ Kommunikation ist alles für Feldhoff, das bestätigt auch Winterpacht: „Reden, reden, reden, das fordert er permanent.“
Der Abwehrspieler beschreibt die Konstellation: „Er hat nun eine riesige Chance, mit uns etwas zu erreichen, die will er nutzen.“ Wer als Akteur nicht mitzieht, dürfte auf Unverständnis stoßen. Der ehemalige Sprockhöveler muss nicht großartig angetrieben werden. „Ich fühle mich unheimlich gut, genau so wie vor meiner Knieverletzung.“
Eine Blessur, die mit einigen Folgeerscheinungen verbunden war und Winterpacht ständig wieder aus der Bahn warf. „Ich war nie wieder im Tritt. Super, jetzt spüre ich wieder richtig Dynamik.“ An der Feldhoff nicht vorbei kommen soll, wenn es um die Startaufstellung am 24. August gegen den Dellbrücker SC geht. Am ersten Spieltag (15. bis 17. August) hat die SSVg spielfrei. „Nach dem Hin und Her bei mir finde ich toll, dass der Club an mir festhielt“, lobt Winterpacht, „selbstverständlich ist das nicht, das will ich zurück zahlen.“
Zauberworte sind dabei Offensive und vor allen Dingen Pressing, exakte Feldhoff-Vorgaben. Winterpacht: „Wenn wir das durchziehen, wird sich der Erfolg auch einstellen.“ Attraktivität, die auch Fans locken soll. Der Diplomingenieur, der in der Bauleitung tätig ist und zukünftig wohl in das Essener Architekturbüro seines Vaters wechselt: „Ich will, dass wir den Leuten etwas bieten, so dass sich nicht für Bundesligaspiele entscheiden, sondern eher zu einem Traditionsmatch wie Velbert gegen Herne kommen.“