Anstatt stupide Laufeinheiten abzureißen, reiste die Elf von Coach Martin Stroetzel kurzerhand zur nahegelegenen Lippe. Dort wurden sieben Kanus "geentert" und die Party begann. "Es wurde extrem viel gelacht und das Teambuilding hat funktioniert", ist SVS-Manager Michael Benninghoff vom Programmpunkt seines Trainers angetan. "Unsere Experten hatten natürlich alle eine Kiste Bier dabei, die sie unbedingt mit ins Boot nehmen mussten." Ans Kentern hatte niemand gedacht, doch gleich fünf Schiffe gingen unter. "Und die Kisten waren weg", berichtet Benninghoff und haut sich auf die Schenkel: "Die Jungs haben zwar noch versucht, danach zu tauchen, aber es war aussichtslos. Für so viel Leichtsinn stellen wir ihnen den Verlust aber in Rechnung", grinst der Funktionär und schiebt nach: "Martins Kahn ist auch untergegangen. Er darf also nicht über die anderen lachen."
Dafür hat sich der Linienchef nach der letzten Testpleite aber ordentlich aufgeregt, weil das Team seine Erwartungen nicht erfüllte. "Aber unsere Leute gehen auch auf dem Zahnfleisch", zeigt Benninghoff Verständnis für den Leistungseinbruch gegen Westfalia Rhynern. "Denn so eine intensive Vorbereitung hat es bei uns noch nie gegeben. Deshalb musste so ein Spaßabend auch mal dabei sein. Heute werden die Jungs wieder anders auftreten."
Denn um 15 Uhr gastieren die Schermbecker beim Verbandsliga-Absteiger SSV Buer. "Wir nehmen die Ergebnisse nicht dramatisch, denn so sieht man was noch alles verbessert werden muss", meint Benninghoff gelassen und schiebt kämpferisch nach: "Und bis zum Pokalspiel gegen Wattenscheid werden wir es schaffen, dass die Mannschaft fit und stark ist." Bleibt für den SVS dann nur zu hoffen, dass er nicht erneut baden geht.