Ein Jahr nach dem Wiederaufstieg in die Fußball-Oberliga ist das für den Trainer des VfB Homberg noch immer nicht zur völligen Normalität geworden. Der Umgang mit den Paarungen für die neue Saison, die der Fußballverband Niederrhein am Mittwoch veröffentlichte, ist es aber schon. „Wir müssen gegen jeden Gegner zweimal spielen“, kommentiert Janßen trocken.
Freilich gibt es schon eine Auffälligkeit an dem Plan aus Homberger Sicht – und sie stellt den Trainer nicht unbedingt zufrieden: „Es gibt zwei englische Wochen in der Saison – und beide Male müssen wir auswärts spielen.“ Den ersten Wochenspieltag absolvieren die Teams gleich zu Saisonbeginn in Runde zwei, wobei es den VfB am Mittwoch, 16. August, zum SC Düsseldorf-West führt. Auch die zweite Abendfahrt geht in die Landeshauptstadt: Am Gründonnerstag, 29. März, ist Aufsteiger DSC 99 der Gastgeber.
„Gut, zweimal nach Düsseldorf zu fahren, ist unter der Woche nicht so schlimm wie nach Cronenberg oder Bocholt. Aber es ist doch jedes Mal mit einem gewissen Aufwand verbunden“, so Janßen. Im nächsten Jahr wäre ein Heimspiel in der englischen Woche also mal ganz nett.
Auf eigenem Platz legt der VfB am 13. August um 15 Uhr gegen die Sportfreunde Baumberg los; eine Woche später ist dann der VfR Fischeln im PCC-Stadion zu Gast. „Das ist schon ein schwerer Start. Baumberg und Fischeln sind die beiden Teams, denen ich zutraue, für eine Überraschung zu sorgen“, sagt der VfB-Coach. Am vierten Spieltag geht es dann zu einem der Mitfavoriten, der SSVg Velbert. Janßen: „Neben Velbert sehe ich den 1. FC Bocholt und die SpVg Schonnebeck ganz vorn. Für uns ist das alles egal – wir wollen so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“
Um dafür die Voraussetzungen noch einmal zu verbessern, soll nach Möglichkeit noch mindestens eine Nachverpflichtung getätigt werden, zumal der Wechsel von Can Serdar zu Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen nun fix ist. Der Homberger Coach verdeutlicht aber: „Wir wollen auf jeden Fall noch etwas für das zentrale Mittelfeld tun, aber nicht um jeden Preis. Wenn wir keinen Spieler finden, der zu uns passt, dann machen wir es eben nicht.“