Vor einer Woche mussten sich die Velberter bei Germania Ratingen 04/19 mit 0:2 geschlagen geben. Am kommenden Sonntag soll die Scharte in der heimischen Christopeit-Sport-Arena ausgewetzt werden. Um 15 Uhr stellt sich der TSV Meerbusch vor.
Nicht weniger als zehn Tabellenplätze trennen die beiden jüngsten SSVg-Gegner. Ratingen rangiert an Position sechs, der TSV Meerbusch findet sich derzeit auf Platz 16 wieder. Das bedeute allerdings keineswegs, dass die Aufgabe für die Velberter am kommenden Sonntag irgendwie einfacher als in der Vorwoche werden könnte.
Das liegt zum einen an der Personalsituation — die ist so bescheiden wie in den anderen Wochen auch. Das liegt aber auch an der Situation der Gäste aus Meerbusch. Der TSV benötigt im Kampf um den Klassenerhalt jeden Punkt . Da müssen sich die Velberter wieder auf einen aggressiven und bissigen Gegner einstellen. In Ratingen hatten sie dazu nicht immer die richtige Einstellung, wie Trainer Mircea Onisemiuc bemängelte. Sein Team habe sich mitunter den Schneid abkaufen lassen.
„Es geht nicht, einfach die Hände hoch zu heben und zu lamentieren, man sei zu hart angegangen worden. Da muss man dagegen halten und sich wehren“, betont der neue SSVg-Coach. Er predigt zwar das gepflegte Kombinationsspiel — aber das möchten die Kontrahenten gerne kaputt machen.Da müsse sein Team Stärke demonstrieren und die Zweikämpfe gewinnen.
Dass der Trainer dabei voraussichtlich weiter auf gut ein halbes Dutzend verletzte Stammspieler verzichten muss, macht die Aufgabe nicht leichter, will er aber nicht zum Thema machen. Dabei wird wohl keine Oberliga-Mannschaft den Ausfall von sechs bis acht Spielern, die alle schon in der Regionalliga gespielt haben, verkraften können. Mondello, Schmidt, Aydin, Müller, Fagasinski und Kuznik haben in diesem Jahr noch keine Minute gespielt, zuletzt waren auch noch Dytko uns Schlösser ausgefallen – ob der eine oder andere aus dieser langen Liste Sonntag zum Einsatz kommt, steht dahin. „Wir haben aber noch andere Spieler. Alle können beweisen, dass sie gut genug für die SSVg sind“, sagt Trainer Mircea Onisemiuc. Zudem hat die Mannschaft bei der Jahrespremiere gegen Jahn Hiesfeld vor allem in der ersten Halbzeit gezeigt, dass sie trotz der Personalprobleme guten Fußball spielen kann.
Gegen Hiesfeld hatte die SSVg mit 3:2 gewonnen, eine Woche später spielte der TSV Meerbusch in Hiesfeld 3:3 – hätte aber ebenso gewinnen können, führte er doch bis zur 80. Minute mit 3:1. Ein unnötiger Punktverlust für das Team um Ex-Profi Dennis Schmidt (früher u.a. Zweitligaspieler für Wiesbaden und Osnabrück). Zumindest einen Punkt würde es sich gerne in Velbert zurück erkämpfen.