Nach fünf Niederlagen in Folge wirkte der Coach der Duisburger sichtlich erleichtert. "Das war ein enorm wichtiges Erfolgserlebnis für mein junges Team. Zum Glück sind wir hier nicht in Rückstand geraten, denn ich weiß, welche Qualitäten TuRU vorzuweisen hat", so Janßen nach den 90 Minuten. Die besagten Qualitäten der Hausherren blitzten jedoch nur in den ersten 45 Minuten auf. Nach dem ersten Treffer für den VfB, den der sehr wendige Dennis Wibbe im Nachsetzen erzielte (64.), kamen die Düsseldorfer zu keiner gefährlichen Situation mehr. Im Gegenteil: Homberg spielte clever, sah die Chance und markierte in Person von Stefan Schindler, nach schönem Alleingang von Wibbe über die linke Seite, das nicht unverdiente 0:2 (84.). "Wir haben unsere wenigen Chancen konsequent genutzt und das Tempo hochgehalten", analysierte Janßen den Spielverlauf.
Für TuRU sieht es alles andere als rosig aus. "Wir sind endgültig dort angekommen, wo wir nicht sein wollten", sprach Frank Zilles gewohnt direkt die aktuelle Lage an. Der Trainer der Oberbilker hat nunmal lediglich das Personal zur Verfügung, das auf dem Platz steht. "Uns fehlt einfach zu oft die Ruhe und der klare Ball. Beim ersten Gegentreffer haben wir dann zudem noch kräftig mitgeholfen", schüttelte Zilles den Kopf.
Die knapp 100 Besucher an der Feuerbachstraße verließen somit zum größten Teil mit gesenkten Köpfen die Anlage. "Wir müssen jetzt versuchen, resistent gegen diese Situation zu sein und in den nächsten Duellen den finalen Pass schneller zu finden", suchte Zilles nach Lösungen für die kommenden Aufgaben. Starten sollte seine Elf damit am besten schon am Sonntag beim SV Hö.-Nie. (15:00 Uhr, Duffelsmühle).
Für Homberg darf sich der jüngste Erfolg gerne wiederholen. "Schon in der Halbzeit habe ich meinen Jungs gesagt, sie sollen mutig sein und ihre Chancen suchen", erklärte Janßen einen Teil seiner Pausenansprache. Seinen Worten hat das Team in den zweiten 45 Minuten prompt Taten folgen lassen.