Der Trainer des VfB Homberg nimmt an der Deutschen Ü-40-Meisterschaft in Berlin teil, bei der er im Vorjahr mit der Spielgemeinschaft von Westfalia Herne den zweiten Platz holte. Wozu es diesmal reichen wird? „Schauen wir mal“, schmunzelt der Defensiv-Allrounder, „wir sind ja alle ein Jahr älter geworden.“ Seine Oberliga-Kicker vom VfB bekommen es Sonntag um 15 Uhr indes „nur“ mit dem Cronenberger SC zu tun. Und auch in seiner Abwesenheit erwartet Janßen, dass die drei Punkte nach zwei Niederlagen in Folge diesmal am Rheindeich bleiben.
Der CSC holte bislang nur einen Sieg bei fünf Niederlagen – traf dabei aber unter anderem auch schon auf die Topfavoriten Velbert und Uerdingen. Nicht nur deshalb, warnt Janßen davor, den Mitaufsteiger „am Tabellenstand oder den Ergebnissen abzulesen, so doof sind wir nicht“, sagt der 46-Jährige. „Cronenberg wird wie wir auch in jedem Spiel alles versuchen, mit Haut und Haaren für den Erfolg kämpfen.“ So erwartet der Trainer „ein Spiel, in dem die Basics gefragt sind: Laufen, rennen, kämpfen.“
Natürlich wollen wir auch nach vorne spielen und zu Hause den Ton angeben
Stefan Janßen
Die zwei Pleiten nach dem bis dato ordentlichen Saisonstart wollen die Homberger aus den Köpfen streichen und nach vorne schauen. „Natürlich war die Niederlage gegen Kapellen ärgerlich, weil wir sicherlich etwas hätten mitnehmen können, wenn nicht müssen“, so Janßen. „Aber das ist Vergangenheit, und die sprechen wir nur insofern an, dass sie zur Verbesserung dient.“ Diesbezüglich muss der Trainer nicht lange überlegen. Vier der letzten fünf Gegentore kassierten die Homberger nach ruhenden Bällen. „Da müssen wir wacher sein, das habe ich schon nach dem Schonnebeck-Spiel gesagt. Da war es ein Einwurf, gegen Kapellen waren es drei Standards, die zu Gegentoren geführt haben. Das müssen wir angehen. Wir müssen uns in solchen Situationen gegenseitig dermaßen sensibilisieren, dass der Ball erst gar nicht im 16er ankommen darf.“
Im Duell der Aufsteiger will der VfB aber vor allem auf der anderen Seite Akzente setzen. „Natürlich wollen wir auch nach vorne spielen und zu Hause den Ton angeben“, sagt Janßen. Im Vergleich zum Spiel gegen Schonnebeck, waren die Offensivbemühungen der Homberger zuletzt weitaus intensiver, was freilich auch dem Gegner geschuldet ist. An der Chancenverwertung lässt sich aber noch arbeiten. „Wir haben und einige gute Möglichkeiten erspielt, die entscheidenden Dinger aber nicht gemacht. Das Pendel kann in der Oberliga ganz schnell in die andere Richtung umschlagen. Und dann muss man auch akzeptieren, dass man so ein Spiel verliert“, sagt Stefan Janßen. In der Hoffnung dass dieses Pendel diesmal in die richtige Richtung ausschlägt – gegen Cronenberg und vielleicht auch gegen Bayern München.