„Wir sind dann ja doch recht deutlich hinter den beiden Spitzenteams zurückgeblieben.“ Dennoch muss sich der Coach darauf einstellen, die kommende Spielzeit wenigstens als (Mit-)Favorit anzugehen. Von ernsthaften Ambitionen auf den Ligawechsel will Ignaszak dennoch nichts wissen: „Ganz vorne ist für mich erst mal der VfL Rhede anzusiedeln.“ Weitere Prognosen kommen dem Sparkassen-Filialdirektor nur schwer über die Lippen: „Das ist wirklich unglaublich kompliziert. Wer meint, eine Mannschaft irgendwo einzuordnen, kann in diesem Jahr ganz fies danebenliegen."
Diese Unberechenbarkeit der Liga offenbart gleichermaßen Chance und Risiko: „Das bedeut, dass im Prinzip jeder jeden schlagen kann.“ Vor allem für die vermeintlichen Top-Teams ist eben dies jedoch keine verheißungsvolle Perspektive. „Deshalb wollen wir von Anfang an einfach nur möglichst viele Punkte sammeln.“ Um am Ende, ja was eigentlich, zu erreichen? „Unser Ziel ist es erst mal, unter die ersten Fünf zu kommen.“
Was ja Platz eins nicht ausschließt, oder wollen die Turn- und Ballspieler etwa gar nicht aufsteigen? „Einen größeren Blödsinn kann man sich ja gar nicht ausdenken!“, schüttelt Ignaszak den Kopf. „Wir haben eine junge, ehrgeizige Truppe, wenn ich denen erzählen würde: ‚Die Niederrheinliga ist für uns nicht so attraktiv’, könnte ich ja gleich mit dem Fußball aufhören.“
Wenn es am Ende also doch zum Aufstieg reichen sollte – der Coach wäre allemal einverstanden. „Ja klar, man will doch als Fußballer immer den maximalen Erfolg erzielen.“