"Der Übergang vom Co- zum Cheftrainer ist nicht zu unterschätzen. Ich muss viele Gespräche mit Jugendlichen und Eltern führen und trage vor allem viel mehr Verantwortung."
Die übernahm er schon als Aktiver nur zu gerne – und will nun seine Erfahrungen aus 374 Erst- und Zweitligaspielen an seine Jungs weitergeben. „Ich habe in meiner Karriere vieles miterlebt, positiv wie negativ. Den jungen Spielern davon zu berichten, halte ich für sehr wichtig, damit sie auch immer auf dem Teppich bleiben", bemerkt "Erle". Schließlich will er langfristig einige Kicker an höhere Aufgaben heranführen. "Das ein oder andere Talent ist schon erkennbar", berichtet Wolters.
Doch nicht nur in Sachen Individualförderung hat der Coach einiges vor. Mit dem Abstieg will man diesmal nichts zu tun haben, stattdessen wird ein gesicherter Platz im Mittelfeld angestrebt. „Diese Liga ist völliges Neuland für mich. Unsere Gegner kenne ich auch noch nicht genau", räumt der Ex-Profi ein. Sein Versprechen: "Das werde ich während der Saison nachholen."
Einen Eindruck von der Konkurrenz wird er gleich zum Auftakt erhalten, wenn Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen warten. An einen Fehlstart mag der Coach trotz der harten Brocken nicht glauben: "Vielleicht ist es ja gar nicht so verkehrt, in Dortmund zu starten. Die müssen sich auch erst mal selber finden. Es könnte möglicherweise von Vorteil sein, zu Beginn gegen diese Vereine zu spielen und nicht mitten in der Saison", erklärt der Optimist. Wohl wissend, dass im Erfolgs-Fall ein ganz neues Kapitel seiner langen MSV-Geschichte geschrieben werden könnte.