„Der Gegner macht uns nicht nervös, aber ernst nehmen muss man diese Aufgabe dennoch“, warnt Agolli vor zuviel Leichtsinn, der dann auch schnell in überflüssige Verletzungen münden kann: „So etwas passiert, wenn man die Zweikämpfe nicht richtig annimmt. Dass wir spielerisch und läuferisch stärker sind, das ist klar.“
Da treibt es dem Fußball-Lehrer auch keine Sorgenfalten auf die Stirn, wenn er an seine Langzeitverletzten Marlene Kowalik, Caro Hamann und Carina Chojnacki denkt. Zumindest die beiden Letzteren werden nach einem medizinischen Aufbautraining in der kommenden Woche wieder an den Einheiten mit der Mannschaft teilnehmen.
Bereits am Samstag um acht Uhr macht sich der SGS-Troß mit dem Bus auf den Weg nach Dresden. Nach der Ankunft wird die Zeit bis zum Abendessen zu einem gemeinsamen Stadtbummel genutzt. So können auch die Strapazen in Grenzen gehalten werden. Agolli: „Die Reise schlaucht natürlich ganz schön, aber wir wollen uns dennoch auf den Pokal fokussieren, denn schließlich kann man mit ein bisschen Glück sehr weit kommen.“ Dass das letzte Testspiel bei Bayer Leverkusen abgesagt werden musste, schmerzt nicht mehr. „Das hätte doch keinen Sinn gemacht, wenn die tragenden Säulen verletzt gefehlt hätten“, macht Agolli klar.
Der Abgang von Charline Hartmann (RS berichtete) ist ebenso schon längst verdaut: „In der Mannschaft war das eigentlich kein Thema mehr, denn jeder wusste, dass sie weg möchte.“ Zum Abschied gibt es aber noch ein paar nette Worte vom Ex-Trainer: „Charline ist fußballverrückt, ich wünsche ihr für die Zukunft alles Gute.“ Für sein Team hat Agolli vor dem DFB-Pokal noch eine deutliche Ansage parat: „Wenn da was passiert, können die Mädels nach Hause laufen.“