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SG Schönebeck: Mittelfeldspielerin erhält von Coach Agolli die Chance
"Isi" Hüls: "Kann auch frech sein"

SG Schönebeck: Mittelfeldspielerin erhält von Coach Agolli die Chance
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Was Schönebecks Coach Ralf Agolli nicht mag, sind Spielerinnen, die einfach einer Norm entsprechen und sich damit zufrieden geben. Isabelle Hüls ist nicht so, deshalb erhält sie auch die Chance durch den A-Lizenzinhaber, sich im SGS-Kader zu beweisen.

"Prima, dass ich am Trainingslager der Bundesligamannschaft teilnehmen durfte", freut sich die 18-Jährige. Eigentlich wurde mit der Mittelfeldakteurin, die zuletzt für die SG Wattenscheid spielte, vereinbart, "dass ich oben mittrainiere, mir aber in der Zweitvertretung Praxis hole." Problem: Die "Zwote" verlor nach der letztjährigen Regionalligameisterschaft ohne Aufstiegsweihe deutlich an Qualität.

Vor der SGW lief Hüls für den FCR Duisburg und den ESC Rellinghausen 08 auf, dort sogar mit einer Sondergenehmigung bis zur C-Jugend bei den Jungs. "Dann wurde es Zeit, zu gehen", grinst Hüls. Rechts im Mittelfeld oder zentral kann der Rechtsfuß auflaufen. "Alles erst einmal für ein Jahr", erklärt die 1,65 Meter-Frau. Interessant sicherlich, dass der konkrete Kontakt auch über Catrin Junker lief, die bei der SGS für die Physiotherapie und die Fitness zuständig ist. Hüls: "Wir kannten uns vorher über eine gemeinsame Freundin."

In Wattenscheid kam die Kickerin zuletzt nicht mehr zum Auflaufen, auch deshalb, weil sie durch einen doppelten Bänderriss im Fußgelenk im Januar den Anschluss verlor. "Ich weiß gar nicht mehr, welches Bein das war", schmunzelt Hüls. Aufbauarbeit ist gefragt. "Ich muss jetzt erst einmal wieder zu meiner alten Form kommen", will sie die Vorleistung bringen, bevor Agolli sie vielleicht als echte Alternative ansehen kann. Dass der Name bei der SGS bekannt war, belegen die Vergangenheitsversuche, sie bereits als Jugendspielerin zum Club zu locken. "Seit dem kennen wir uns."

Die Zeit im Trainingslager in Waldbreitbach genoss Hüls sichtlich. "Das war zwar ziemlich anstrengend, aber auch super lustig." Und auch um eine Einschätzung zum möglichen Potenzial des Teams drückt sie sich nicht. "Ich denke, die Truppe kann im oberen Mittelfeld der Bundesliga gut mitspielen." Um den Meistertitel bewerben sich andere Clubs.

Der Startschuss, sich wieder zu zeigen, fiel also für Hüls. "Jetzt warte ich einmal ab, wie sich das alles für mich entwickelt." Geschenkt wird von Agolli nichts. Hüls: "Mir ist klar, ich muss erst einmal noch einiges aufholen und fit werden, fußballerisch wird das in Ordnung sein." Einzelgespräche folgen. Wenn sich Agolli über eine "Bella" Linden ständig amüsiert, wird er auch "Isi" Hüls wertschätzen. "Ich kann auch frech sein, manchmal muss man das im Leben", legt sich Hüls fest, "einfach um weiter zu kommen." Agolli wird sie nicht einschränken.

Hüls: "Ich glaube nicht, dass ich als Spielerin großartig anders bin als privat. Nicht immer nehme ich ein Blatt vor den Mund." So dass auch die Scheu vor dem Getümmel nicht da ist. "Ich kenne das Gefühl, schon nach 90 Sekunden eine Rote Karte zu sehen", erinnert sich die angehende Fachabiturientin (Berufskolleg Essen-Holsterhausen). Außerdem weiß sie ganz genau, was sie will. "Mein Berufswunsch steht schon lange fest, ich habe das Ziel, zur Polizei zu gehen."

Seit Kindertagen. Das Fußball-"Ringe"-Turnier in Peking wird sie natürlich verfolgen, schließlich kennt sie einige Kickerinnen wie Simone Laudehr, Kerstin Stegemann, Lira Bajramaj oder Martina Müller auch persönlich. Das sollte noch mehr Ehrgeiz wecken - Hüls: "Mensch, das ist doch eine ganz andere Baustelle."

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