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Frauenfußball: DFB-Auswahl will gegen Nigeria für Tore sorgen
Nigerianischer Hühnerhaufen

Frauenfußball: DFB-Auswahl will gegen Nigeria für Tore sorgen
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Ein frühes Scheitern der "Operation Gold" will sich Birgit Prinz "gar nicht vorstellen". Muss sie auch nicht, sie selbst kann es schließlich verhindern. Beim zweiten Gruppenspiel der deutschen Weltmeisterinnen beim olympischen Fußball-Turnier ist am Samstag in Shenyang gegen Nigeria (17.00/11.00 Uhr) vor allem die beste Stürmerin gefragt.

Denn wenn der angestrebte Gruppensieg noch erreicht werden soll, müssen dann endlich Tore her. Beim 0:0 zum Auftakt gegen Brasilien mühten sich Prinz und Co. 90 Minuten lang vergeblich. Achtmal schossen sie in Richtung Tor, nur dreimal musste Torfrau Andreia auch eingreifen. Die Quote der Torschüsse von nur 37,5 Prozent ist die schlechteste aller zwölf Mannschaften. Prinz versuchte sich dreimal erfolglos, Sturmkollegin Sandra Smisek zweimal. Smisek vergab auch die größte Chance frei vor dem Tor. Angesichts der deutschen Abschlussschwäche kommt das Duell mit dem nigerianischen Hühnerhaufen gerade recht. "Die laufen immer alle nach vorne, haben aber immer auch gleich wieder Spielerinnen hinten. Es sind nur nie dieselben", beschreibt DFB-Trainerin Silvia Neid die eigenwillige Taktik der Afrikanerinnen. Das so entstehende Chaos sollten ihre Stürmerinnen zu Toren nutzen, ergänzte Neid. Wer soll die Tore schießen? Die frischgebackene Fußballerin des Jahres Prinz bringt die Empfehlung von 121 Treffern in 183 Spielen für Deutschland mit, sieht sich jedoch nicht alleinverantwortlich. "Wir haben gute Einzelspieler, funktionieren aber besonders gut als Mannschaft. Das ist eine Stärke, die uns niemand nimmt", sagt sie. Am Ende muss es aber meist doch die Vorzeigekickerin richten, das belegt ein Blick auf die Quoten von Prinz' Angriffskolleginnen. Smisek traf in 129 Spielen 33-mal, Anja Mittag war bei 46 Einsätzen nur fünfmal erfolgreich. Bleibt Conny Pohlers. Die Frankfurterin hat zwar eine ordentliche Bilanz (66/28), aber auch eine Kniereizung. Das Team lässt sich dennoch nicht entmutigen. "Von uns ist noch mehr zu erwarten", sagt Mittelfeldmotor Renate Lingor trotzig. Zudem würde der seltsame Turnier-Modus der Truppe selbst bei einer kaum zu erwartenden Pleite gegen Nigeria eine Chance aufs Weiterkommen offen lassen. Neben den beiden Bestplatzierten der drei Gruppen kommen die beiden besten Dritten ebenfalls ins Viertelfinale. Lingor warnt dennoch. "Wir dürfen Nigeria nicht unterschätzen", sagt sie. Neid meint, dass den Afrikanerinnen die Bedingungen mit hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen eher entgegenkommen als der deutschen Auswahl. 2004 hat das DFB-Team Nigeria aber im auch nicht eben kalten Athen auf dem Weg zu Bronze im Viertelfinale besiegt. Torfrau Nadine Angerer, mit ihren Paraden gegen Brasilien die Garantin des Unentschiedens, hofft auf einen erneuten Erfolg. "Das wird zwar ein ganz harter Brocken. Aber wenn wir schnell nach vorne spielen, könnten wir etwas Unordnung in ihre Reihen bringen", sagt sie. Eine Aufgabe für Prinz und Co.

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