Das ist neu: Fans und Spieler müssen sich an einige neue Namen gewöhnen. Da ist zunächst ein alter Bekannter: Der SV Herbern kickt als Münsterland-Team wieder in der ungeliebten Staffel 8. Dies bedeutet weite Reisen für die Ascheberger, die aber dennoch zu den Kandidaten für Rang eins zählen. Trainer Ralf Dreier weiß eine eingespielte Mannschaft um sich, die noch auf einigen Positionen ergänzt wurde.
Aus der Kreisliga kommen ATC Brambauer, Königsborner SV und der BSV Schüren. Drei Aufsteiger, die für Furore sorgen könnten. Der ATC mit Bezirksliga-Erfahrung und dem erfahrenen Trainer Holger Gehrmann. Königsborn ist als klarer A-Liga-Meister im Kreis Unna nach vier Jahren wieder zurück in der „8“. Und schließlich die selbstbewussten Schürener, die der starken Dortmunder Konkurrenz die lange Nase zeigten.
Frisch besetzt sind vielerorts die Trainerbänke: Erkan Gökce (Gurbet Spor Bergkamen), Andreas Tewes (SG Massen), Uwe Höhn (Preußen Lünen) sowie Mark Bördeling (SV Südkirchen) tragen erstmals für ihre Clubs Verantwortung. Höhn und Tewes kennen die Liga bereits von ihren Station beim VfB Lünen bzw. Gurbet Spor.
Wer wird Meister? Kein Weg führt an der SV Holzwickede und Westfalia Wickede vorbei - glauben zumindest die Trainer der Staffel 8. Beide Clubs wurden bei Umfragen von beinahe jedem Trainer genannt. Und die Teams stehen auch offen zu ihren Ambitionen. Bei Holzwickede lässt sich das an der Personalpolitik ablesen, zuletzt kam Mirsad Gutic vom SV Lippstadt.
Doch hinter den Top-Favoriten reihen sich einige Teams mit Außenseiterchancen ein. So meldet SuS Kaiserau leise Ansprüche an, auch die DJK TuS Körne oder die SpVgg. Bönen wollen besser abschneiden als im Vorjahr.
Die großen Unbekannten: Gurbet Spor Bergkamen startet nach einem Chaos-Halbjahr einen Neuanfang. „Der Klassenerhalt wäre für uns wie ein Aufstieg“, sagt der neue Trainer Erkan Gökce.
Ein völliger Neuaufbau stand auch beim SV Brackel 06 an, der auf dem Transfermarkt tüchtig zulangte. In der Vorbereitung deutete das Team gestiegene Qualität an, im Liga-Alltag wartet aber noch viel Arbeit auf Trainer Bernd Wächtler.
Die Pechvögel: Eigentlich wollte Marco Schott Westfalia Wickede als Spielertrainer im Meisterschaftsrennen anführen. In einem Testspiel jedoch das bitterste aller Fußballer-Erlebnisse: Kreuzbandriss und eine lange Pause. Schott teilt das Schicksal mit einer Reihe weiterer Kicker, die sich viel vorgenommen hatten, zum Saisonstart aber erst einmal zusehen müssen.
Die Jungen: Ob bei SuS Derne, der SG Massen, in Wickede oder bei Preußen Lünen: Talente aus der eigenen „Schmiede“ sind gefragt. Wenn auch im Verlaufe einer Vorbereitung manche Jungspunde auf der Strecke blieben, so werden auch in der Saison 08/09 einige bartlose Gesichter die Fußballszene bereichern.