Der Vereins-Vorsitzende Kurt Barth gerät jedenfalls kräftig ins Grübeln: „Wir kalkulieren mit etwa 3000 Zuschauern. Es hängt aber stark davon ab, wie viele Leute die Essener mitbringen.“ Einer möglichen rot-weissen „Invasion“ sieht der Club-Chef mit gemischten Gefühlen entgegen: „Ich habe gehört, dass es dort auch einige Anhänger gibt, die auf Krawall aus sind. Aber ich habe mit Fanbeauftragten und der Polizei gesprochen, die mir bestätigt haben, dass es nicht mehr so extrem wie früher ist.“ Der finanzielle Anreiz würde dem Landesligisten, der mit dem vierten Platz in der Abschlusstabelle der vergangenen Saison bereits den größten Erfolg der vergangenen Jahrzehnte einfuhr, dennoch gut zupass kommen.
„Wenn wir wirklich viele RWE-Anhänger mobilisieren könnten, wäre das schon eine tolle Sache. Daher müsste ich ja jetzt eigentlich ein bisschen provozieren: Wir werden das Spiel also gewinnen“, scherzt Barth. Ein Spaß, aus dem, glaubt man dem Funktionär, für die Gäste aus der Kulturhauptstadt vielleicht sogar bitterer Ernst werden könnte: „Ich sehe diesen Wettbewerb genau so wie den DFB-Pokal. Natürlich kann man, wenn alles passt, auch so einen Gegner schlagen.“ Zumindest können die Odenkirchener mit breiter Brust in den Pokal-Schlager gehen, der Landesligist hat im Jahr 2008 noch kein Pflichtspiel verloren…