Ein Spiel, das vor allem in punkto Chancenverwertung großen Verbesserungsbedarf offenbarte. Dennoch sieht Trainer Jürgen Luginger keinen Grund dafür, den Kopf in den Sand zu stecken – wie im RS-Interview deutlich wird.
Jürgen Luginger, ist in Oberhausen nun Ernüchterung eingekehrt?
Wir haben uns natürlich was anderes erhofft, aber so etwas kann passieren. Es war klar, dass wir das eine oder andere noch lernen müssen. Und das hat schon die erste Partie gezeigt. Man hört von Aufsteigern immer wieder, dass sie die Euphorie aus der vergangenen Saison mitnehmen wollen. Ist diese jetzt dahin?
Es ist gerade mal der erste Spieltag vorbei. Positiv sehe ich eher, dass wir unser Möglichkeiten hatten. Es ist wirklich unglücklich, dass wir am Anfang gleich so einen 25-Meter-Schuss reinbekommen, der ganz schwierig zu verteidigen ist. Damit war unsere Ausrichtung auch direkt über den Haufen geworfen.
Koblenz wird von vielen als Mitkandidat im Kampf um den Klassenerhalt gehandelt. Ist die Niederlage in der Hinsicht umso ärgerlicher?
Es wird sich noch herausstellen, ob die TuS wirklich unten mitmischt. Dort sind einige erfahrene Leute im Kader, die Mannschaft ist mit Sicherheit weiter als wir. Man kann sie mit unserer nicht vergleichen. Für uns ist es wichtig, dass wir aus unseren Fehlern lernen und in den kommenden Begegnungen punkten.
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Neuzugang Felix Luz. Foto: firo
War das Auftaktmatch ein Beispiel dafür, dass man in Liga zwei seine Chancen noch konsequenter nutzen muss?
Ja natürlich, das haben uns die Koblenzer vorgemacht. Wir hatten für ein Auswärtsspiel einige gute Möglichkeiten. Deshalb sehe ich das Ganze gar nicht so negativ.
Allen voran Neuzugang Felix Luz hatte mehrfach einen Treffer auf dem Schlappen. Wie haben Sie das gesehen?
Natürlich hätte er ein Tor erzielen können, aber auf der anderen Seite muss man sich auch erarbeiten, in diese Gelegenheit zu kommen. Insofern wäre es auch falsch, jemanden nach der ersten Partie zu verurteilen. Man muss doch den Stürmern zugestehen, mal nicht zu treffen. Es müssen noch fünf, sechs Spiele ins Land ziehen, ehe man wirklich sagen kann, in welchen Bereichen es noch nicht so läuft.
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Dimitrios Pappas kehrt zurück. Foto: firo.
Muss Luz um seinen Stammplatz bangen? Schließlich scheint es so, dass Julian Lüttman ziemlich nah an der Startelf dran ist.
Wie schon gesagt, man darf nicht kurz nach dem Liga-Start schon übertreiben. Die Jungs können sich Woche für Woche beweisen. Unser Kader ist ziemlich ausgeglichen, das ist nichts Neues.
Was macht der Verletztenstand?
Dimitrios Pappas ist ja wieder dabei. Er hat zwar durch seine Pause nicht so viel verpasst, aber zwei, drei Wochen dauert es noch, bis er bei 100 Prozent ist. Bei Benny Reichert, Christopher Nöthe und Tino Westphal müssen wir natürlich noch länger Geduld aufbringen.