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Bayern München verpflichtet Massimo Oddo
Milan-Kicker wechselt an die Isar

Bayern München: Massimo Oddo verpflichtet
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Nur einen Tag nach dem überraschenden Abschied des deutschen Nationalspielers hat Bayern München Verteidiger Massimo Oddo vom AC Mailand verpflichtet.

Der deutsche Fußball-Meister leiht den 32 Jahre alten Italiener zunächst für ein Jahr aus, besitzt danach eine Kaufoption. "Wir haben ihn seit sechs Tagen im Auge. Wir glauben, dass er ein Spieler ist, der uns weiterhelfen kann", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß. Über die Modalitäten des Ausleihgeschäfts wurde nichts bekannt.

Auch Trainer Jürgen Klinsmann ist von dem Transfer angetan: "Wir haben Massimo schon länger im Visier. Auf Grund der langwierigen Verletzungen von Willy Sagnol und Hamit Altintop haben wir die Chance, ihn zu bekommen, jetzt genutzt. Massimo Oddo ist auf Grund seiner Erfahrung, seiner taktischen und technischen Fähigkeiten ein großer Qualitätsschub für den FC Bayern."

Der Weltmeister von 2006, der den schwach in die Saison gestarteten Bayern wieder mehr Stabilität verleihen soll, absolvierte am Donnerstag in München die obligatorische sportärztliche Untersuchung, unterschrieb anschließend den Vertrag und wird erstmals am Montag mit seinen neuen Kollegen trainieren. Für das Heimspiel am Sonntag (17.00 Uhr/live bei Premiere) gegen Hertha BSC Berlin steht er noch nicht zur Verfügung.


Rechtsverteidiger Oddo hat in der vergangenen Saison bei Milan 25 Serie-A-Spiele absolviert, war aber nicht mehr Stammspieler. Auch in der Squadra Azzurra gehörte der 34-malige Nationalspieler (zwei Tore) bei der EURO 2008 nicht mehr zum Kader. Beim FC Bayern ist die Konkurrenz nicht so groß. Lediglich Philipp Lahm ist als Außenverteidiger gesetzt. Willy Sagnol ist noch länger verlettzt, Christian Lell nicht in Form.

Oddo, der im Januar 2007 von Lazio Rom nach Mailand gewechselt war, ist im Kader des Rekordmeisters der zweite Italiener neben Torjäger Luca Toni. Zudem ist der Champions-League-Sieger von 2007 nach Mittelfeldspieler Tim Borowski von Werder Bremen und Ersatzkeeper Jörg Butt (Benfica Lissabon) der dritte Zugang der Münchner in dieser Saison. Der 32-Jährige war auch bei Olympique Lyon im Gespräch.

Möglicherweise schlagen die Bayern aber bis zum Ende der Transferperiode am kommenden Montag (12.00 Uhr) noch einmal zu. "Beim FC Bayern ist nichts sicher", meinte Hoeneß auf die Frage nach weiteren Transfers. Nach dem Wechsel von Jansen für rund acht Millionen Euro zum HSV seien noch Spielräume da, die man möglicherweise auch ausnutzen werde.

Genervt reagierte der Manager auf die permanenten Gerüchte um Nationalspieler Lukas Podolski. "Das geht mir auf die Nerven. Das Thema stellt sich doch gar nicht. Ab Montag hat dieser Spuk ein Ende", erteilte er etwaigen Rückholplänen des 1. FC Köln einmal mehr eine klare Absage. Indes warnte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Bayern-Stars eindringlich davor, weiterhin öffentlich über die Taktik von Klinsmann zu diskutieren. "Ich möchte den Spielern dringend empfehlen, damit schnell aufzuhören. Diese Diskussionen müssen abgeschafft werden, sie sind nicht förderlich", sagte Rummenigge dem kicker.

Nach dem durchwachsenen Saisonstart mit nur zwei Unentschieden gegen Hamburg (2:2) und Köln (1:1) wollte Hoeneß dagegen keine Kritik üben. Vielmehr stört den Manager, "dass hier alles permanent negativ geredet wird".

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