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BVB: Nachgefragt mit Hans-Joachim Watzke
"Hat uns eine Menge Geld gekostet"

Hans-Joachim Watzke kritisiert das Bundeskartellamt. Foto: firo
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Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des BVB, welchen Einfluss hatte die erfolglose Bundesliga-Spielzeit auf die Bilanz der KGaA?

Es ist nicht alles optimal gelaufen in der vergangenen Saison. Wir waren mit dem Sportlichen nicht zufrieden. Der 13. Platz hat uns aber auch eine Menge Geld gekostet. 50 Prozent der Fernsehgelder werden schließlich über Platzierungen ausgeschüttet. Das konnten wir jedoch durch den DFB-Pokal kompensieren, der uns unterm Strich finanziell deutlich etwas gebracht hat.

Mit Blick aufs Jahr 2009 dürften Sie die Entscheidungen bezüglich des neuen TV-Vertrages aufmerksam verfolgen.

Das ist ein Problem, das man ansprechen muss. Die Liga war unter der Führung von Dr. Reinhard Rauball und Christian Seifert auf einem sehr guten Weg und hätten zu neuen Ufern aufbrechen können. Denn es ist heuchlerisch zu fragen, warum wir keinen Europapokal mehr gewinnen, wenn man nicht auf die Unterschiede in den Fernsehgeldern schaut. Deshalb bedrückt es mich, wie hier in Deutschland damit umgegangen wird. Hier sollte das Kartellamt einmal gucken, mit wem sie es zu tun haben.

Wie meinen Sie das?

Wir sind kein multinationaler Konzern. Wir bilden ein Kartell mit der deutschen Fußballliga, das ist richtig. Aber wir bilden doch kein Kartell um Monopolgewinne zu erzielen, sondern um den kleinen Clubs zu helfen, die keine bundesweite Aufmerksamkeit genießen. Vor diesem Hintergrund muss man das sehen. Der Auftrag der Wettbewerbshüter ist da meiner Meinung nach völlig deplatziert. Wenn dann damit argumentiert wird, dass die Engländer trotz höherer TV-Einnahmen nicht bei der Euro waren, zeugt das von mangelndem Sachverstand oder von bösem Willen. Jeder weiß doch, dass das zwei Dinge sind, die man nicht miteinander vergleichen kann.

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