Patrick Helmes erlief sich einen langen Ball, der Dortmunder Schlussmann spekulierte richtig und fischte dem Leverkusener Angreifer die Kunststoffkugel vom Fuß. Gleichzeitig schlitzte er sich dabei jedoch das linke Bein auf und musste mit einer zehn Zentimeter langen Fleischwunde vom Platz getragen werden. Das Ende eines Kurz-Comebacks.
Am Ende des Tages die Entwarnung: Anders als bei Sebastian Kehl, der sich vor zwei Jahren eine ähnliche Verletzung zuzog und danach monatelang ausfiel, sitzt der Riss höher, kann so besser verheilen. „Es ist eine Frage von Tagen oder wenigen Wochen“, atmete BVB-Sportdirektor Michael Zorc auf, der froh darüber war, neben Dede nicht noch einen weiteren Leistungsträger langfristig ersetzen zu müssen.
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Weidenfellers Wunde. (RS-Foto: firo)
Trotzdem schlägt nun erst einmal erneut die Stunde von Marc Ziegler. In Leverkusen brauchte Dortmunds etatmäßige Nummer zwei nur wenige Sekunden, um ins Match zu finden. Übertriebene Euphorie wollte sich beim Routinier deshalb aber nicht einstellen: „Ich würde lügen, wenn es mich nicht freuen würde. Ich bin super reingekommen, trotz des Kaltstarts. Gott sei Dank bin ich dann ein paar Mal angeschossen worden.“
Überrascht war der Schlussmann nicht, erneut den Weidenfeller-Vertreter geben zu müssen: „Du musst ja mit allem rechnen als Torwart. Ich versuche mich immer ganz normal vorzubereiten. Wenn es dann so sein soll, passt es auch.“