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Allofs stimmt Bierhoff-Kritik zu
"Die sollen erst nachdenken, dann reden"

Kartellstreit: Allofs stimmt Bierhoff-Kritik zu
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Mit Verständnis und Zustimmung hat Sportdirektor Klaus Allofs von Werder Bremen auf den Frontalangriff von Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff auf die "Gegner des Fußballs in Deutschland" reagiert.

Einen möglichen Streik als Druckmittel schloss Allofs zum gegenwärtigen Zeitpunkt, aber nicht grundsätzlich aus. "Noch wollen wir nicht streiken. Aber ich gebe Bierhoff recht, es hat schon immer Leute gegeben, die sich auf Kosten des Fußballs profilieren wollten. Da fallen dann schon einmal populistische Formulierungen", sagte Allofs und empfahl: "Die sollen erst nachdenken, dann reden." Eine "Politik der kleinen Schritte" favorisiert Wolfgang Holzhäuser und will nicht zum äußersten Mittel greifen. "Es ist wenig diplomatisch, mit Streik zu drohen", erklärte der Geschäftsführer von Bayer Leverkusen und beklagte, dass der Fußball in der Gesellschaft "nicht so anerkannt" werde. Bierhoff hatte am Montag im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) die starre und "fußball-feindliche" Haltung des Bundeskartellamts in Bezug auf die TV-Vermarktungsrechte sowie die Forderung der deutschen Polizei-Gewerkschaft (DpolG) nach Rückerstattung von 50 Millionen Euro für Sicherheitsdienste der Polizei in den Stadien harsch kritisiert.

Will einen Streik vermeiden: Dieter Hoeneß. (RS-Foto: firo)

Gesprächsbedarf über die derzeitige Situation sieht zudem Manager Dieter Hoeneß von Hertha BSC Berlin: "Man sollte zunächst miteinander reden und die Bundesliga informieren", forderte Hoeneß in der BZ, sagte aber auch: "Ich bin kein Freund von Streik." Allofs echauffierte sich besonders über einige Wichtigtuer. Der Fußball habe einen großen Stellenwert. "Das nutzen einige, um sich in den Vordergrund zu spielen. Auch beim Bundeskartellamt habe ich den Eindruck, dass sich da Personen ohne großes Hintergrundwissen äußern", meinte der Ex-Profi. Deshalb ist es laut Holzhäuser in der Auseinandersetzung mit den Wettbewerbshütern auch sinnvoll, die Politik ins Boot zu holen. "Wir werden den politischen Weg beschreiten", bekräftigte Holzhäuser und kündigte an: "Wir sind aber auch gezwungen, juristische Schritte zu unternehmen. Um endlich einmal rechtlich zu klären, was man darf und was nicht."

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