Beide Rechtsverteidiger fielen zuletzt gegen Juventus Turin aus und drohten, auch die erste DFB-Pokal-Runde gegen Rot-Weiss Essen (9. August, 15.30 Uhr) zu verpassen. Zehn Tage vor dem Duell der beiden Traditionsclubs im Essener Georg-Melches-Stadion senden beide Akteure jedoch Zeichen der Entwarnung.
„Mir geht es soweit sehr gut“, freut sich Owomoyela, dass seine Leidenszeit, die sich durch die komplette Vorbereitung zog, nun endlich vorbei zu sein scheint: „Ich bin jetzt normal im Mannschaftstraining und kann alle Einheiten ohne Probleme absolvieren.“ Der frühere Bremer hat seine Achillessehnen-Verletzung rechtzeitig auskuriert und könnte zumindest als Alternative fürs Essen-Spiel in den Kader aufrücken. „Ich bin natürlich ziemlich alle, aber ich denke, das ist normal. Jetzt versuche ich, mich schnellstmöglich heranzukämpfen“, verschweigt der 28-Jährige nicht, noch gewisse Defizite im konditionellen Bereich aufarbeiten zu müssen.
Trotzdem wird er von seinem Coach Jürgen Klopp schon am Wochenende erste Einsatzminuten bekommen: „Wir werden Patrick gegen Rotterdam und Tottenham ein wenig spielen lassen. Das läuft dann allerdings unter dem Motto: so weit die Füße tragen.“ Davon, dass es im Pokal bereits schon zu einem Vollzeit-Einsatz reichen könnte, geht Owomoyela unterdessen nicht aus: „Ich bin dann sicherlich noch nicht so weit, dass ich 90 Minuten aus dem Stehgreif abreißen kann, aber ich versuche, so schnell wie möglich so viel wie möglich nachzuholen.“
Etwas weniger nachzuholen hat sein Außenbahn-Konkurrent Antonio Rukavina, der seine im Supercup-Match gegen Bayern München erlittene Einblutung im Knie offenbar schneller überwinden konnte, als zunächst vermutet. Schon am kommenden Montag soll der Serbe, der in der Vorbereitung bisher einen guten Eindruck hinterließ, wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. „Ich habe das Gefühl, dass wir sie beide in die Nähe der Startelf bringen können“, äußert sich Klopp optimistisch und schiebt in der ihm eigenen Art hinterher: „Wir hätten dann die Wahl zwischen einem, der vier, und einem der anderthalb Wochen gelaufen ist.“