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Umbruch bei Bayer 04 Leverkusen
Neues Stadion, neuer Trainer, neue Ausrichtung

Leverkusen: Umbruch bei Bayer 04
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Neuer Trainer, neues Stadion, neue Brasilianer: Bundesligist Bayer Leverkusen befindet sich in allen Bereichen im Umbruch.

Deutlich sichtbar wurde ein Wandel erstmals zu Jahresbeginn, als die Bagger an der BayArena anrollten. Das Stadion wird größer und komfortabler. 30.000 Menschen anstatt 22.500, noch mehr Logen für die VIPs und weitere Annehmlichkeiten für die Fans - das Ganze für 70 Millionen Euro.

Auch sportlich geht man neue Wege, der einstige Bundesliga-Stürmer Bruno Labbadia hat als Chefcoach am 1. Juli die Nachfolge von Michael Skibbe angetreten. "Nicht nur ich passe in das Anforderungsprofil des Vereins, sondern der Verein passt auch in mein Anforderungsprofil. Es ist der nächste Schritt, den ich machen wollte", sagt der 42-Jährige.

Selbstbewusstsein, das den Verantwortlichen wie Sportdirektor Rudi Völler, Manager Michael Reschke und Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser gefällt. "Bruno Labbadia hat bei Greuther Fürth mit bescheidenen Mitteln tollen Fußball spielen lassen. Er hat in hervorragender Art und Weise seinen Stil durchgesetzt", sagt der einstige Vollblutstürmer Rudi Völler.

"Pistolero" Labbadia, der bei seinem Heimatklub Darmstadt 98 als Trainer begann und mit Greuther Fürth um den Bundesliga-Aufstieg kämpfte, vertritt offensiven Fußball gepaart mit hohem läuferischen Einsatz. Seine Profis lässt er konsequent Pressing spielen. Das erfordert intensives Training. In der Vorbereitung hat Bruno Labbadia den 10-Stunden-Tag eingeführt. 8.00 Uhr Stretching und Gymnastik, danach gemeinsames Frühstück, ab 10. 00 Uhr die erste bis zu zwei Stunden dauernde Einheit, Mittag und Schläfchen gefolgt von einer zweiten Einheit, die zuweilen mit Steigerungsläufen beendet wird. Qualität steht Labbadia zweifelsohne zur Verfügung für das erklärte Saisonziel internationales Geschäft. Aus Köln kam Nationalspieler Patrick Helmes - und jüngst endlich auch wieder die für Leverkusen eigentlich obligatorischen Stars vom Zuckerhut wie einst Tita, Jorginho, Ze Roberto, Lucio, Emerson oder Juan. "Die brasilianerlose Zeit in Leverkusen dauerte ja nur ein Jahr. Wir haben immer gesagt, wenn sich in Sachen Verstärkungen etwas anbietet, werden wir auch in Brasilien wieder zuschlagen", erklärte Holzhäuser.

Von Flamengo Rio de Janeiro kam Mittelfeldspieler Renato Augusto, angeblich für eine Ablösesumme von 10 Millionen Euro. Auf Leihbasis wechselte der hochtalentierte Verteidiger Henrique vom FC Barcelona für ein Jahr zum Werksverein. Möglicherweise hat man in Leverkusen auch noch Defensivspieler Thiago Silva im Hinterkopf, dessen Vertrag bei Fluminense Rio de Janeiro erst im Dezember ausläuft. Er hätte nur für eine saftige Ablösesumme die Freigabe erhalten.

Das aufgefrischte Bayer Leverkusen kann zudem auf die deutschen U19-Europameister Richard Sukuta-Pasu, Marcel Risse, Stefan Reinartz, Deniz Naki und Bastian Oczipka zurückgreifen. Lediglich Nationalspieler Bernd Schneider steht wegen eines Bandscheibenvorfalls im Halswirbelbereich weiterhin nicht zur Verfügung, soll aber noch in diesem Jahr wieder Fußball spielen. Im Moment kann Ballkünstler "Schnix" nur Fahrrad fahren.

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