Die Leiche des seit Januar vermissten HSV-Managers Timo Kraus ist am Donnerstagmorgen offenbar aus der Elbe geborgen worden. Auf Twitter schrieb die Polizei: „Beim heute in der Elbe gefundenen Leichnam handelt es sich vermutlich um den vermissten Timo Kraus.“
Bei der Leiche wurde der Ausweis des Vermissten gefunden. Auch die Kleidung deute auf Kraus hin. Absolute Sicherheit soll der DNA-Test bringen.
Zunächst hatten Feuerwehr und Polizei keine Angaben zur Identität des Toten machen wollen, der zur Untersuchung ins Institut für Rechtsmedizin gebracht wurde. Es hieß anfangs sogar, dass es unwahrscheinlich sei, dass es sich bei dem leblosen Körper um Timo Kraus handelt.
Timo Kraus wurde seit Januar vermisst
Der 44-jährige HSV-Manager war nach einer Firmenfeier an den Hamburger Landungsbrücken am 7. Januar gegen 23.30 Uhr von Kollegen in ein Taxi gesetzt worden. Zu Hause in Buchholz war der Familienvater jedoch nie angekommen. Seine Spur verlor sich in Höhe des Museumsschiffs Rickmer Rickmers, wo sein Handy letztmals um 0.40 Uhr geortet wurde.
Mehrere Suchaktionen an Land und im Wasser blieben erfolglos . Taucher wurden eingesetzt, nachdem ein Spürhund eine Spur zu Timo Kraus angezeigt hatte – ohne Ergebnis. Auch der Taxifahrer konnte nicht aufgespürt werden, obwohl die Polizei eine Belohnung von 2000 Euro für Hinweise ausgesetzt hatte. Die Ermittler gingen früh davon aus, dass Timo Kraus an den Landungsbrücken in die Elbe fiel und nicht überlebte.
Hellseher gab Hinweis
Auch einem Hellseher-Hinweis war die Polizei nachgegangen. Dieser hatte sich in der Woche nach dem Verschwinden bei der Polizei gemeldet. Er gab damals an, dass sich die Leiche von Timo Kraus nach seiner Eingebung zwischen zwei bestimmten Landungsbrücken befinden müsste. Mithilfe eines Experten für die Wasserströme in der Elbe schloss die Polizei diese Theorie jedoch aus.