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RWE: "Mr. Zuverlässig" Herzenbruch will am Saisonende doppelt feiern

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In der Defensive stets aufmerksam: RWE-Verteidiger Felix Herzenbruch.
Foto: Tillmann.

Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen zeigte beim 2:1-Derbysieg in Wuppertal eine starke Leistung und bleibt weiter an Spitzenreiter Borussia Dortmund II dran. Einer der besten Akteure auf dem Platz war Felix Herzenbruch.

Felix Herzenbruch ist bei Rot-Weiss Essen Mr. Zuverlässig. Wenn der 28-Jährige gebraucht wird, ist er da. Die Position ist dabei zweitrangig. Denn: Als etatmäßiger Linksverteidiger war Herzenbruch im bisherigen Saisonverlauf hinter Routinier Kevin Grund nur zweite Wahl. Im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund II und in allen vier DFB-Pokal-Duellen lief der Defensiv-Allrounder allerdings von Beginn an auf und konnte dort seine Qualitäten unter Beweis stellen. Immer wenn die Tugenden Kampf und Einsatz gefragt waren, spielte der 28-Jährige. Ansonsten ist Grund mit seiner guten Technik und Erfahrung hinten links gesetzt.

Ende März ergab sich dann aber eine neue Situation: Als sich Innenverteidiger Alexander Hahn bei der 1:2-Pleite in Ahlen die fünfte Gelbe Karte abholte, rückte Herzenbruch beim folgenden Derby in Oberhausen in die Startelf. Fortan stand er nahezu in jeder Partie von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Rasen. Einzig beim 4:1-Sieg gegen den VfB Homberg musste er auf der Bank Platz nehmen, wurde aber bereits in der Anfangsphase für den verletzten Hahn (Innenbandriss) eingewechselt.

Herzenbruch: “Kommt auf Kämpferqualitäten an“

Auch beim 2:1-Derbysieg in Wuppertal stand der Verteidiger in der Startelf und machte ein starkes Spiel. Nach dem Schlusspfiff war der gebürtige Wuppertaler, der elf Jahre für den WSV spielte, erleichtert über den fünften Sieg in Serie: „Gerade auswärts im Derby kommt es auf Kämpferqualitäten an. Man kann nicht immer schönspielen und 4:0 oder 5:0 gewinnen. Manchmal muss man sich reinhauen für den Sieg. Das Gegentor musste natürlich nicht sein. Da haben wir dem Gegner noch einen Funken Hoffnung gegeben. In so einer Schlussphase kann dann immer alles passieren. Wir haben das beim 1:1 in Oberhausen selbst erlebt.“

Herzenbruch hat sich mittlerweile neben Daniel Heber in der Innenverteidigung festgespielt. Mit seiner Dynamik, Robustheit und Zweikampfhärte ist er ein wichtiger Bestandteil in der Essener Viererkette und zeigte stets gute Leistungen. In seinen letzten sieben Startelfeinsätzen kassierte RWE nur drei Gegentore – alle drei durch Standardsituationen. Auch in Wuppertal konnten Herzenbruch und Heber die Offensive des Gegners in Schacht halten und waren aus dem Spiel heraus nicht zu überwinden. „Daniel und ich sind die Abräumer. Solche Spieler braucht man auch“, scherzte der Defensivspezialist.

Pokal-Derby gegen Ex-Verein RWO – Herzenbruch will am Ende der Saison doppelt feiern

Am Mittwoch steht für RWE bereits das nächste wichtige Spiel an: Das Niederrheinpokal-Viertelfinale bei Rot-Weiß Oberhausen (19 Uhr). Für Herzenbruch ist es eine besondere Partie: Schließlich spielte er insgesamt vier Jahre für die Kleeblätter und bestritt 117 Pflichtspiele. Noch in der letzten Spielzeit war Herzenbruch für eine Saison an den Rivalen ausgeliehen und lief dort unter dem aktuellen RWO-Trainer Mike Terranova auf.

„Ich gehe in die Partie wie in ein normales Liga-Spiel. Es ist wieder ohne Zuschauer. Die Atmosphäre bleibt gleich. Dadurch fehlt natürlich auch etwas das Feuer eines Pokal-Spiels. Aber unser Ziel ist klar: Neben dem Aufstieg wollen wir auch den Niederrheinpokal holen. Dann können wir auch nochmal geil feiern. Das ist auch immer mein Ziel“, sagte der 28-Jährige mit einem Augenzwinkern.

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