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RWE-Bilanz in Wuppertal: Essen tut sich im Stadion am Zoo immer schwer

Nach 39 Jahren ohne Sieg in Wuppertal konnte RWE im November 2019 diese schwarze Serie beim 2:1-Erfolg beenden.
Foto: Stefan Rittershaus

Wuppertaler SV gegen Rot-Weiss Essen: Bei diesem Duell schlägt das Herz eines jeden Fußball-Traditionalisten höher. Zwei Westklubs, die in ihrer Region Kult sind, aber eben nur in der 4. Liga spielen. Am Samstag (14 Uhr, RevierSport-Liveticker) kommt es zum 48. Ligaspiel zwischen dem WSV und RWE.

An das 6:1 gegen den Wuppertaler SV vom 25. November 2020 werden sich alle, die es mit Rot-Weiss Essen halten, gerne erinnern. RWE demontierte den an der Hafenstraße unbeliebten Gast aus dem Bergischen Land und träumte weiter vom Drittliga-Aufstieg, während die Wuppertaler zu diesem Zeitpunkt um den Klassenerhalt bangen mussten.

Ein halbes Jahr später hat sich vor dem Rückspiel im Stadion am Zoo einiges geändert: Der WSV gehört zu den besten Rückrundenmannschaften und ist alle Abstiegssorgen frühzeitig losgeworden. Vor allem Zuhause an der Hubertusallee fühlt sich die Mannschaft von Trainer Björn Mehnert, [article=520396]der RWE einen heißen Tanz verspricht[/article], pudelwohl. Acht der letzten neun Heimspiele wurden gewonnen. Und jetzt kommt am Samstag (14 Uhr, RevierSport-Liveticker) RWE.

"Das war eine Blamage, eine schreckliche Vorstellung von uns. Wir wissen, was dieses Hinspiel für unsere Fans bedeutet. Das Thema ist auch in der Kabine präsent. Ich kann keinen Sieg garantieren, aber versprechen, dass die Wuppertaler Anhänger einen gänzlich anderen WSV als im Hinspiel in Essen sehen werden. Für uns ist das Duell mit RWE neben dem Niederrheinpokal, das wichtigste Spiel in der Endphase der Saison", betonte WSV-Stürmer Marco Königs jüngst [article=520444]gegenüber RevierSport[/article] die große Bedeutung des Spiels.

Hedon Selishta beendete im November 2019 die lange Essener Durststrecke in Wuppertal

Für Wuppertal geht es darum, die verlorene Ehre wieder herzustellen, um viel Prestige. Für Essen dagegen weiter um den Drittliga-Traum. Vier Punkte in fünf Spielen muss RWE auf Borussia Dortmund II aufholen. Und darf sich dabei keine Blöße mehr geben - auch nicht in Wuppertal.

Und genau hier, im Stadion am Zoo, hatte RWE jahrelang seine Schwierigkeiten. Ein Terrain, das für Rot-Weiss eigentlich nicht einzunehmen war - bis November 2019. Die RWE-Fans werden sich erinnern, [article=455200]als Hedon Selishta in der siebten (!) Minute der Nachspielzeit das 2:1 für Essen besorgte und RWE nach 33 Jahren wieder in Wuppertal gewann[/article]. Zuvor hatte Essen in den Spielzeiten 1984/85 (1:0) und 1985/86 (2:0) zuletzt Ligaspiele beim WSV gewonnen.

Am Samstag muss RWE erneut drei Punkte aus dem Bergischen in Ruhrgebiet entführen, um sein Ziel Aufstieg in die 3. Liga am Leben zu halten. Die Bilanz spricht dabei gegen die Essener. Die Zahlen beweisen, dass sich Essen in Wuppertal immer sehr schwer getan hat. Von 23 Gast-Auftritten in Wuppertal gewann RWE gerade einmal sieben Ligaspiele nämlich 2019, 1986, 1985, 1980, 1975 und zweimal 1964. Siebenmal bezwang der WSV die Essener daheim und neunmal trennten sich die Westklubs mit einem Remis voneinander.

Bleibt abzuwarten, wie das 25. Duell der beiden Klubs im Stadion am Zoo ausgeht. Auch wenn die Heimbilanz für den WSV gegen RWE spricht, ist Essen mächtig gut in Form und gewann die letzten vier Ligaspiele deutlich bei einem Torverhältnis von 15:1. Doch: Wenn RWE sich in dieser Saison schwer tat, dann war das in der Fremde der Fall (Wiedenbrück, Düsseldorf II, Münster, Ahlen, Oberhausen, Rödinghausen). Das dürfte wiederum den WSV-Fans Mut machen.

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