23.07.2018

BVB

Warum Pulisic nicht Spieler des Spiels werden durfte

Foto: BVB

BVB-Star Pulisic hatte sich gegen Liverpool die Auszeichnung als bester Spieler redlich verdient. Doch es kam anders – aus einem kuriosen Grund.

Christian Pulisic war der Spieler des Spiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Liverpool: Zwei Tore schoss er selbst, eins bereitete er vor – damit war er an allen Dortmunder Treffern beim 3:1-Sieg gegen den FC Liverpool im Banc-of-America-Stadion in Charlotte beteiligt. Wer nun glaubte, dass die Wahl zum „Man of the match“ nur auf den 19-jährigen US-Amerikaner fallen könnte, hatte die Rechnung ohne die Organisatoren des International Champions Cup (ICC) und dessen Sponsoren gemacht: Sie kürten Virgil van Dijk, den Innenverteidiger des FC Liverpool, der nach einer Ecke zum 1:0 getroffen hatte.

Noch deutlich kurioser als das Wahlergebnis waren die Umstände, die dazu führten: Der Spieler des Spiels wird beim ICC in Absprache mit der siegreichen Mannschaft gekürt. Der BVB schlug Pulisic vor, der sich die Auszeichnung sportlich ohne jede Frage verdient hatte. Und auch unter Marketing-Gesichtspunkten war die Wahl eines US-Amerikaners auf einer Marketingreise durch die USA nur logisch. Doch der Vorschlag wurde abgelehnt. Begründung: Die Auszeichnung für den „Man of the match“ wird von der Brauerei Heineken präsentiert, Pulisic ist aber erst 19 – und damit noch nicht in dem Alter, in dem er in den USA legal Bier trinken darf. Deswegen hatte der Sponsor Heineken Bedenken.

Man könne doch Torhüter Marwin Hitz nehmen, der habe doch stark gehalten, als Sheyi Ojo frei auf ihn zulief. Einen anderen Dortmunder als den so starken Pulisic küren? Das wollte man beim BVB nicht mitmachen und lehnte die Auszeichnung nun für alle eigenen Spieler ab.

Und so kam Virgil van Dijk, der mit 78,8 Millionen Euro Ablösesumme teuerste Abwehrspieler der Welt, etwas unverhofft zur Auszeichnung als bester Spieler. Der Niederländer ist nämlich bereits 27 Jahre alt – und damit zumindest vom Alter her über jeden Zweifel erhaben.

Autor: Sebastian Weßling

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