21.05.2018

Pokalfinale

Viktoria Köln gewinnt Krimi gegen Aachen

Foto: Thorsten Tillmann

Viktoria Köln gewinnt das FVM-Pokalfinale gegen Alemannia Aachen mit 2:0 nach Verlängerung und zieht damit in die erste Runde des DFB-Pokals ein.

Kaum hatte der Ball die Torlinie überschritten, rannte Mike Wunderlich gefolgt von seinen Teamkollegen in die Kurve. Hin zu seinen Fans. Als ob der Fußballgott ihm diesen Moment infolge seiner vorherigen Verletzung vorbehalten hätte. Ausgerechnet Wunderlich, der Mann, bei dem Trainer Olaf Janßen noch zu Wochenfrist noch nicht sagen konnte, ob er wirklich würde spielen können. Er setzte vor den 4.578 Zuschauern den Schlusspunkt unter ein teilweise hochklassiges Duell im Bonner Sportpark.

Unter ein Spiel, in dem die Viktoria von Beginn an das Geschehen bestimmte, sich aber dennoch zunächst nur zaghaft in den Strafraum der Aachener vorarbeiten konnte. Schon im Vorfeld der Partie hatte Aachens Trainer angekündigt, dass er sein Team in diesem Spiel defensiver aufstellen würde. Eine Maßnahme, die aufging. Wenn auch nur beschränkt, denn dadurch ergaben sich nur wenige Torraumszenen und die Alemannia konnte nur vereinzelt Nadelstiche setzen. Der Zug war auch der vorausgegangenen 0:4 Pleite im Nachholspiel auf dem Tivoli geschuldet. „Wir wollten eine andere Leistung bringen als im Nachholspiel. „Auch wenn es am Ende nicht gereicht hat, kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Kilic.

Das Spiel nahm erst so richtig in der zweiten Halbzeit sowie in der Verlängerung Fahrt auf. Chancen im Minutentakt. Gekrönt von einer Dreifachchance für die Alemannia durch Kai Bösing. Doch wie so häufig. Wer die Tore nicht macht, wird am Ende bestraft. So auch die Alemannia. Nur zwei Minuten später gelang Sven Kreyer das 1:0. „Natürlich hat uns das Tor unheimlich geholfen. Ein kleiner Schlüsselmoment. Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft“, resümierte Janßen.

Am Ende wurde es dann doch nochmal richtig ungemütlich und unschön. Nicht nur auf dem Spielfeld, sondern vor allem auf den Rängen. Nachdem es im Mittelkreis zu einer Auseinandersetzung zwischen Mickels und Timm Golley gekommen war, sah der Aachener Mickels Rot. Daraufhin versuchten einige Aachener Anhänger den Rasen zu stürmen. Letztendlich konnte aber auch diese Situation rasch beruhigt werden.

Autor: Thomas Lipke

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