15.05.2018

BL W 11

VfB Hüls - der Tabellenführer taumelt

Foto: Haselbach

Vor gerade mal drei Wochen war die Welt beim VfB Hüls noch in Ordnung. Man führte die Tabelle der Bezirksliga mit sechs Punkten Vorsprung an.

Wenig deutete darauf hin, dass sich die Marler das noch nehmen lassen würden. Doch dann kamen die Spiele gegen den abstiegsbedrohten RC Borken-Hoxfeld und gegen die zweite Mannschaft vom TuS Haltern. Gegen Borken quälten sich die Spieler von Trainer Christoph Schlebach zu einem Unentschieden, in Haltern setzte es eine ordentliche 1:5-Klatsche.

"In Haltern haben wir verdient verloren, das war kein gutes Spiel von uns. Gegen Borken-Hoxfeld haben wir viele Chancen gehabt, haben aber die Tore nicht erzielt. So ein Spiel musst du normalerweise als Tabellenführer gewinnen", sagt Schlebach rückblickend.

Verfolger haben Ausrutscher genutzt

Während Hüls also Punkte liegen lies, zeigte sich der Verfolger FC Marl 2011 in besserer Form und konnte seine Spiele gewinnen. So beträgt der Vorsprung des VfB zwei Spieltage vor dem Saisonende nur noch einen einzigen Punkt auf Platz zwei. Und auch Rot Weiß Deuten hat mit drei Punkten Rückstand wieder Chancen auf die Meisterschaft.

Trotzdem will man sich in Hüls davon nicht verrückt machen lassen. Ruhig bleiben lautet die Devise. "Ich bin total entspannt", blickt Schleberg den kommenden Aufgaben entgegen. Die Qualität der Mannschaft sei laut dem Trainer ohnehin groß genug, um mit der aktuellen Phase vernünftig umzugehen und die kommenden Spiele wieder erfolgreich zu gestalten.

Dafür bedarf es am kommenden Montag allerdings einer deutlichen Leistungssteigerung. Dann gastiert der Tabellenletzte SuS Stadtlohn II in Hüls. Unter normalen Umständen eine Pflichtaufgabe. Allerdings konnte schon das Hinspiel nicht gewonnen werden - die Partie endete 1:1. Um zurück in die Erfolgsspur zu gelangen, muss in erster Linie die Verwertung der eigenen Chancen wieder verbessert werden. Aber auch die Verteidigung, die gegen Haltern nicht immer geordnet wirkte, muss von Anfang an wach sein.

"Wir haben es trotzdem immer noch in der eigenen Hand. Wir denken nicht daran was war oder was passieren könnte, sondern konzentrieren uns auf die kommende Begegnung", gibt Schlebach die Richtung für die Trainingswoche vor, in der er die Probleme der vergangenen Wochen natürlich ausmerzen will.

Wir haben es trotzdem immer noch in der eigenen Hand.
Christoph Schlebach

Doch auch ihm ist bewusst, wie groß die Enttäuschung wäre, sollte man Platz eins und den sicheren Aufstieg noch verspielen. Dazu verlief die Saison der Hülser zu erfolgreich, als das man sich am Ende mit dem zweiten Platz zufrieden geben würde. Wenn man seit dem Winter fast ununterbrochen ganz oben stand, will man am Ende natürlich auch aufsteigen.

Autor: Marco Hintermüller

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