21.04.2018

RWE siegt gegen Aachen

Fans feiern zweiten Heimsieg 2018

Foto: MaBoSport

Rot-Weiss Essen hat am Samstag sein Heimspiel gegen Alemannia Aachen vor 8100 Zuschauern mit 1:0 gewonnen.

Als die Nachspielzeit anbrach, hielt es die RWE-Fans nicht mehr auf den Sitzen. Nur keine Hemmungen. Sie klatschten, feierten und versuchten ihre Mannschaft über die Zeit zu tragen. Es hat funktioniert. Rot-Weiss Essen besiegte Alemannia Aachen nach einer beachtlichen Energieleistung nicht unverdient mit 1:0 (0:0). “Oh RWE!” Schon lange hatte es nicht mehr so erfrischend fröhlich geklungen im Stadion Essen.

Spieltag 31 - Die Saison in der Regionalliga geht dem Ende entgegen. Die Alemannia könnte es auf den letzten Metern gemächlich angehen lassen, sie belegt schließlich einen Platz im oberen Tabellendrittel. Die Essener indes müssen schon noch beobachten, wer da im Tabellenkeller vielleicht aufmuckt. Den einen oder anderen Punkt werden sie noch benötigen, um ganz auf Nummer sicher zu gehen. Und natürlich wäre ein Heimsieg gegen die Aachener genau das richtige Signal gewesen. Auch weil der neue Trainer Karsten Neitzel seine Heimpremiere hatte.[infobox-right]RWE: Heller - Urban, Becker, Zeiger, Grund - Malura (69. Bednarski), Brauer, Baier, N.Lucas (72. Meier) - Platzek, Pröger (90. Remmo).
Schiedsrichter: Ernst. Zuschauer: 8100.
Tor: 1:0 Baier (61.)[/infobox]

Zunächst einmal wurde aber deutlich, welcher der beiden Klubs derzeit auf der Skala der Zufriedenheit die Nase vorn hat. Im Gästeblock feierten die Fans und waren bester Laune. Die Pyros vor Spielbeginn hätten sie sich allerdings sparen können. Der Anhang von Rot-Weiss wirkte dagegen weiterhin reserviert, eine Reaktion auf die vielen Enttäuschungen. Was sich allerdings nach gut einer halben Stunde zumindest phasenweise ändern sollte, weil sich der Gastgeber mit viel Engagement und Laufbereitschaft in die Partie biss.

“Kampfgeist statt Angstschweiß”, forderten die Fans auf der West. Und die Essener beherzigten diese Vorgabe. Sie brauchten ein paar Minuten, dann hatten sie sich die Kontrolle erkämpft und suchten beherzt den Weg nach vorn, so wie es auch Trainer Neitzel fordert. Doch noch fehlte zu oft die Präzision.

Nach einer Flanke des agilen Timo Brauer köpfte Marcel Platzek neben das Tor (22.). Nach einem Freistoß von Benjamin Baier verfehlte Philipp Zeiger das Ziel ebenfalls (33.). Die größte Chance besaßen jedoch Robin Urban und Dennis Malura. Der Ball kam flach in den gegnerischen Strafraum, erst senste Urban über die Kugel, und auch Malura traf den Ball nicht richtig, so dass Aachens Keeper Mark Depta wenig Probleme hatte, die Situation zu entschärfen (38.).

RWE hatte klare Feldvorteile, die Gelb-Schwarzen kamen nur sporadisch vor das Essener Tor und besaßen nicht eine Chance in Hälfte eins.
Nach dem Wechsel waren die Gäste zunächst erneut besser im Spiel. Das Traditionsduell nahm Fahrt und Tempo auf. Erneut war es Malura, der eine Riesenchance kläglich verbaselte, als er überraschend frei im Strafraum zum Schuss kam (57.). Im Gegenzug herrschte erstmals Alarmstufe Rot im Essener Strafraum, und direkt danach hämmerte Kevin Grund den Ball über den Kasten.

Aber dann war es soweit: Nico Lucas bereitete schön auf der linken Seite vor, servierte Baier den Ball maßgerecht, der aus zentraler Position aus zwölf Metern zum 1:0 einnetzte (61.).

Die Rot-Weissen machten weiterhin Druck, nicht alles wollte gelingen, doch es war Dampf im Kessel, was auch die RWE-Fans spürten, die allmählich aufwachten und den hohen Einsatz honorierten. Aber noch waren die Punkte nicht eingetütet. Glück hatten die Gastgeber, dass Schiedsrichter ein Handspiel von Urban im Strafraum nicht mit Elfmeter ahndete (75.). Und wenig später muss Robin Heller einen Schuss von Torunarigha parieren. Es war der Auftakt einer spannenden Schlussphase, denn Aachen hatte nun den Vorwärtsgang eingelegt. Torunarigha köpfte nach einer Ecke an den Außenpfosten (86.), Mickels scheiterte freistehend aus kurzer Distanz an Heller (89.). Der Fluch der späten Tore blieb RWE diesmal allerdings erspart. Ein bisschen Glück gehört eben auch dazu.

Autor: Rolf Hantel

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