21.04.2018

Frauen-Bundesliga

Endspurt für Nuding und den MSV

Foto: Lars Fröhlich

Die nach Freiburg wechselnde Torhüterin soll in den ausstehenden Spielen helfen, die Klasse zu sichern. Am Sonntag geht’s zum Derby nach Essen.

Es ist schon wieder viel Zeit ins Land gegangen, seitdem die Fußballerinnen des MSV Duisburg letztmals um Bundesliga-Punkte gekickt haben. Am 1. April war das – und der 2:0-Sieg gegen den 1. FFC Frankfurt hat sich nach wie vor nicht als Scherz entpuppt. Durch diesen Coup stehen die Zebras weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz, was sich möglichst auch am Sonntag nicht ändern soll. Um 14 Uhr steht das Derby bei der SGS Essen auf dem Plan.

Das war ja mehr oder weniger abzusehen.
Thomas Gerstner ist vom Abgang Lena Nudings nicht überrascht.

„Wir haben die Zeit genutzt, um die kommenden Gegner zu analysieren und an gewissen Dingen zu arbeiten, die nicht so waren, wie ich sie mir vorgestellt habe“, sagt Trainer Thomas Gerstner. Außerdem wurde die Kaderplanung für die kommende Saison vorangetrieben – naturgemäß ein diffiziles Unterfangen für einen Verein, der zwischen Klassenerhalt und Abstieg schwankt. Dabei gilt es unter anderem den unmittelbar nach dem Sieg gegen Frankfurt offiziell gemachten Abgang von Keeperin Lena Nuding zum SC Freiburg zu kompensieren. „Das war ja mehr oder weniger abzusehen“, meint Thomas Gerstner in der Gewissheit, dass Nuding einen Riesensprung nach vorn und sich somit für Spitzenklubs interessant gemacht hat. Dass sie trotzdem bis zum Saisonende als Nummer eins eingeplant ist, steht außer Frage: „Sie spielt eine überragende Saison. Wir wären ganz schön dumm, wenn wir das ändern würden.“ Meike Kämper muss die Spielpraxis, die ihr nach der langen Verletzungspause helfen würde, wieder dauerhaft zwischen den Pfosten zu stehen, also später sammeln.

In Essen würden drei weitere Punkte fraglos helfen, die Planungssicherheit voranzutreiben. Die Schönebeckerinnen haben eine kürzere Pause als der MSV gehabt: Erst gab es am Samstag ein 1:4 im Pokal-Halbfinale in Wolfsburg, dann ein 1:3 im Nachholspiel bei 1899 Hoffenheim. Ob dieser Niederlagen-Doppelpack an der Substanz zehrt, wird sich zeigen. MSV-Defensivkraft Vanessa Martini kehrt an ihre alte Wirkungsstätte zurück, wo sie die vergangenen acht Jahre verbracht hat. Kein Wiedersehen mit Essen gibt es für Steffi Weichelt: Die im Winter aus beruflichen Gründen in den Stand-by-Modus gewechselte Angreiferin soll künftig wieder voll zum Kader zählen, hat für eine Nominierung am Sonntag aber noch zu viel Trainingsrückstand. Wegen privater Verpflichtungen fehlt zudem die Niederländerin Eshly Bakker.

Autor: Thomas Kristaniak

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