19.04.2018

Köln

Der Motor der Viktoria stottert, der Druck lähmt

Foto: firo

Nach dem 2:2-Remis gegen den SC Wiedenbrück konnte Viktoria Köln im Aufstiegsfernduell mit dem KFC Uerdingen keinen großen Druck ausüben.

Das dritte Remis in Folge war zu wenig für die Domstädter. Im Nachholspiel gegen die Ostwestfalen lief beim letztjährigen Relegationsteilnehmer nur wenig zusammen. Besonders der Auftritt in der zweiten Halbzeiten warf viele Fragen auf. Während der Gast mit seinen Kontern sogar auf ein 3:2 und damit einen möglichen Auswärtssieg drückte, stotterte der Offensivmotor der Höhenberger. "Da war kein Zutrauen mehr da. Es war Verunsicherung zu spüren. Niemand wollte den Ball haben. Es gab Abspielfehler en masse", beklagte Viktoria-Trainer Olaf Janßen den Auftritt seiner Mannschaft.

Die beeindruckende Serie von 22 ungeschlagenen Spielen in Folge tröstet die Höhenberger mittlerweile nicht mehr darüber hinweg, dass der Aufstiegskonkurrent vom KFC Uerdingen den Domstädtern in den letzten Wochen enteilt ist. Der Druck, den Janßens Spieler verspüren, mache sich nun auf dem Platz bemerkbar. "Die Jungs tragen einen Rucksack mit sich", betonte der Trainer und fügte an: "Zum Einen ist es der Situation geschuldet, dass ein enormer Druck da ist. Dann hatten wir Spiele wie in Erndtebrück, wo wir spät einen Elfmeter verschießen. Dann haben wir die Thematik mit unseren Verletzten", nannte Janßen weitere Gründe für die sportliche Krise der Viktoria.

Die Jungs tragen einen Rucksack mit sich
Olaf Janßen, Trainer von Viktoria Köln

Besonders die Leistungsträger des letzten Jahres, Mike Wunderlich sowie Timm Golley, zeigten gegen Wiedenbrück ein unglückliches Spiel. "Das sind zwei wichtige Spieler, die immer noch nicht bei 100 Prozent sind", erklärte Janßen und betonte im Hinblick auf die kommenden Wochen: "Da jagt jetzt ein Spiel das andere. Aber so ist es nunmal. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass gerade jetzt, in dieser schweren Situation, der Moment ist, wo man zueinander stehen muss."

In den kommenden Wochen erwartet die Höhenberger ein schweres Restprogramm sowie weitere Nachholspiele bei Alemannia Aachen sowie der Reserve von Borussia Dortmund. Keine leichten Aufgaben, denen Janßen trotz der derzeitigen Situation optimistisch entgegenblicken möchte. "Ich werde all meine Kraft und Energie in diese Mannschaft stecken, weil ich an sie glaube. Ich bin mir sicher, dass wir nicht die Flinte ins Korn werfen", bekräftigte der gebürtige Krefelder abschließend.

Autor: Maximilian Daum

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