30.03.2018

Schalke

Auch Arsenal soll an Meyer interessiert sein

Foto: firo

Manager Christian Heidel rechnet mit Weggang des Leistungsträgers. Mit einem Sieg über Freiburg könnte Schalke eine Bestmarke einstellen.

Für Schalkes Eigengewächs Max Meyer beginnt heute die Abschieds-Tournee. Neben dem Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr/Sky) warten noch sechs weitere Meisterschafts-Begegnungen auf Meyer. Dazu kommt das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt – und möglicherweise das Endspiel in Berlin. Danach ist wohl Schluss für Meyer, der seit 2009 das königsblaue Trikot trägt und sich über die Knappenschmiede zu den Profis und bis in die Nationalmannschaft hochspielte.

„Momentan ist die Faktenlage so, dass man davon ausgehen kann und muss, dass Max den Verein im Sommer verlässt“, sagt Sportvorstand Christian Heidel. Meyer, der von Roger Wittmann beraten wird, lehnte zwei Schalker Angebote zur Vertrags-Verlängerung ab. Eine neue Offerte gibt es von Schalke jetzt nicht. Heidel: „Max hat auch nicht den Wunsch geäußert, unbedingt bleiben zu wollen.“

Viele Interessenten für Meyer

Da Meyer nach Saisonschluss ­ablösefrei wechseln kann, ist die Bewerberschlange groß. Atlético Madrid, Juventus Turin und angeblich auch der FC Arsenal sollen beim 22-Jährigen ihr Interesse hinterlegt ­haben. Bei Arsenal spielt Meyers langjähriger Teamkollege Sead ­Kolasinac, der im Sommer 2017 ablösefrei von Schalke nach ­London wechselte.

Trotz des sich abzeichnenden Abschieds ist Meyer ehrgeizig ­genug, um mit Schalke das ­Maximum aus einer bislang guten Saison herauszuholen. Auch ihn treibt die Aussicht an, mit dem ­Malocher-Klub den bisherigen Rekord von sechs Dreiern in Folge aus der Saison 2006/07 einzustellen – und vielleicht sogar eine neue Bestmarke aufzustellen. Nach Freiburg wartet mit dem Hamburger SV der Tabellenletzte. Die Hoffnungen, dass die Königsblauen ihren Höhenflug fortsetzen können, sind also nicht unbegründet.

Max hat nicht den Wunsch geäußert, unbedingt bleiben zu wollen.
Christian Heidel (FC Schalke 04)

Trainer Domenico Tedesco hätte mit seiner Mannschaft am liebsten ohne Stopp weitergespielt. „Wenn du mit fünf Siegen in die Länderspiel-Pause gehst, dann kommt sie nicht zu einem guten Zeitpunkt“, stellt der Deutsch-Italiener fest und fügt mit einem Augenzwinkern an: ­„Gerne nochmal fünf Spiele.“

Der 32-Jährige hofft, dass sein Team nicht aus dem Rhythmus ­gerät. „Wenn du gewinnst, fällt dir manchmal eine Kleinigkeit noch einfacher. Die Spieler vertrauen sich gegenseitig, es ist ein bisschen mehr Frische in der Aufgabenbewältigung. Grundsätzlich ist die Mannschaft sehr fokussiert und charakterlich top“, sagt der Trainer über sein Personal.

„Streich hat ein brutales Feuer“

Leon Goretzka hat seinen Einsatz bei der deutschen Nationalelf beim 0:1 gegen Brasilien ohne Probleme bewältigt und positive Rückmeldung gegeben. Mittelfeldspieler Nabil Bentaleb, der seinen Trip zur algerischen Auswahl wegen ­zurückgekehrter Schmerzen vorzeitig beendete, scheint richtig ­gehandelt zu haben. „Nabil hatte leichte Probleme im Adduktorenbereich. Es war ihm wichtig, dass Ärzte draufschauen, die die Problematik kannten. Er hat drei Tage Pause gemacht, konnte ab Dienstag wieder trainieren und fühlt sich jetzt gut“, erklärt Tedesco.

Auch Verteidiger Thilo Kehrer steht wieder zur Verfügung. Beim 1:0-Sieg in Mainz hatte sich der ­U21-Nationalspieler eine schmerzhafte Augenverletzung zugezogen und das folgende Auswärtsspiel in Wolfsburg (1:0) verpasst. Tedesco: „Bei Thilo Kehrer sieht es gut aus. Er hat noch ein bisschen ein rotes Auge, fühlt sich aber gut und hat keine Probleme bei Luftduellen.“

Vor dem SC Freiburg, den Schalkes Manager Christian Heidel ­wegen des immensen Einsatzes als „Laufmaschine“ beschreibt, hat ­Tedesco durchaus Respekt. „Was sie über Jahre schaffen, ist nicht normal. Trotz gravierender Abgänge schaffen sie es, wettbewerbsfähig zu sein“, lobt Tedesco. Und was denkt er über SC-Trainer Christian Streich? „Er hat ein brutales Feuer in den Augen, wenn er über Fußball spricht.“ Das könnte Tedesco auch über sich selbst sagen...

Autor: Thomas Tartemann

Kommentieren

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken