22.01.2018

VfL Bochum

B-Elf kann sich nicht für das Derby empfehlen

Foto: firo

Eine Bochumer B-Elf verliert beim Regionalligisten Alemannia Aachen das abschließende Vorbereitungsspiel mit 0:1. Nur kurz war zu sehen, wer der Zweitligist ist.

Nein, er sei nicht laut geworden in der Halbzeitpause, sagte Jens Rasiejewski und fügte hinzu, dass seine Spieler „selbstkritisch“ seien und deshalb schon wüssten, welche Leistung sie gerade abgeliefert hätten. Damit spielte der VfL-Trainer vor allem auf die sehr bescheidene Vorstellung in der ersten Halbzeit an. Drei Tage vor dem ersten Punktespiel im Jahr 2018 hatte der VfL Bochum sein letztes Vorbereitungsspiel absolviert. Die 90 Minuten am Samstag endeten mit einer 0:1-Niederlage beim Regionalligisten Alemannia Aachen.

Rasiejewski hatte, wie angekündigt, die Startelf von Hamburg zu Hause gelassen, auch den zweiten Torwart und Vitaly Janelt. Die 13 Spieler, die nicht in den Bus nach Aachen gestiegen waren, werden mit großer Wahrscheinlichkeit am Dienstag, wenn es im Ruhrstadion gegen den MSV Duisburg wieder um Punkte geht, den Kern des Bochumer Aufgebots bilden. Es ging also am Tivoli vor allem um die Kaderplätze 14 bis 18.

Diese Kandidaten haben die besten Chancen

Die besten Chancen, am Dienstag beim Ligaauftakt des Jahres dabei zu sein, dürften von den Aachen-Fahrern Patrick Fabian, Robert Tesche, Sidney Sam, Lukas Hinterseer und Dimitrios Diamantakos haben. Anthony Losilla ist bekanntlich für das erste Pflichtspiel des neuen Jahres gesperrt, und Danilo Soares fehlt weiterhin verletzt.

Es scheint so, dass der momentane Status bei einigen Akteuren bereits Frust ausgelöst hat. Der eine oder andere Spieler wollte sich auch auf Teufel komm raus profilieren, was sich prompt negativ auf die Mannschaftsleistung auswirkte. Die Bochumer B-Elf wirkte jedenfalls in der Anfangsphase beim Regionalligisten unsortiert in der Rückwärtsbewegung und unpräzise und zusammenhanglos im Offensiv-Spiel. Besonders Nico Rieble merkte man auf der linken Seite die mangelnde Spielpraxis an. Die logische Folge: Bereits in der fünften Minute hätte die Alemannia in Führung gehen können, doch Iias Azaouaghi köpfte freistehend über das VfL-Gehäuse.

Auf der Gegenseite fand Diamantakos‘ Kopfball nicht sein Ziel, und Hinterseers Schuss wurde geblockt. Die besseren Möglichkeiten hatte jedoch weiterhin der Regionalligist. Meik Kühnel stellte Kraft mit einem 18-Meter-Schuss auf die Probe, die Kraft bestand. Die Bochumer Nummer drei hatte dann Glück, dass Tobias Lippold zehn Minuten vor der Halbzeitpause am Außenpfosten scheiterte. Robert Tesche machte es Lippold wenig später auf der anderen Seite nach.

Jens Rasiejewski konnte nicht gefallen haben, was er zu sehen bekam und wird das in der Halbzeitpause auch angesprochen haben. Jedenfalls war es nach dem Seitenwechsel vorbei mit der Lethargie bei den Bochumern.

Nun war sogar ansatzweise zu sehen, wer auf dem malträtierten Rasen der Zweitligist ist. Jetzt bekam auch Aachens eingewechselter Schlussmann Akif Sahin Arbeit, zum Beispiel nach Sams Freistoß und wenig später nach dem Abschluss des eingewechselten Ulrich Bapoh. Der Jungprofi war nach einer Stunde gemeinsam mit Jannik Bandowski und Vangelis Pavlidis gekommen. Pech hatte in dieser Phase Görkem Saglam mit einem Lattenknaller. Es war die stärkste Phase des Zweitligisten.

Gebürtiger Bochumer trifft

Dann brachte Rasiejewski die A-Junioren Fraundörfer, Ekincier, Aboagye, Limani und Wellers, das Geschehen spielte sich fortan vorwiegend zwischen den Strafräumen ab. Trotzdem fiel noch ein Tor – durch einen gebürtigen Bochumer. Alexander Heinze köpfte nach einer Ecke zum 1:0 ein für die Alemannia. „Wir haben zu kompliziert gespielt“, befand der VfL-Trainer.

Autor: Michael Eckardt

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