06.12.2017

Bochum

VfL will frühe Gegentore abstellen

Foto: firo

Sechsmal geriet der VfL Bochum in dieser Saison früh in Rückstand. Intern war dies bereits Thema. Hinterseer: „Nicht aus der Ruhe bringen lassen“.

Wenn der VfL Bochum am Samstag im Jahn-Stadion gegen den SV Jahn Regensburg antritt, trifft er auf ein Team, dessen Stürmer bereits viermal in der Anfangsphase des Spiels ins Tor getroffen haben. Damit bildet Regensburg derzeit einen Gegenpol zu Bochum. Denn im VfL-Kasten klingelt es in der jüngsten Vergangenheit öfter in den ersten 15 Minuten.

Ein Problem, das die Bochumer die gesamte Hinrunde begleitet und das intern bereits thematisiert wurde. Sechs Mal rettete der VfL danach immerhin einen Punkt, dreimal drehte er den frühen Rückstand sogar noch in einen Sieg. So wie am Sonntag gegen Union Berlin, als Lukas Hinterseer mit seinem Tor in der 87. Minute für drei wichtige Punkte sorgte und den VfL damit vor dem Absturz auf den Relegationsrang 16 bewahrte. „Wir haben die frühen Gegentore zuletzt angesprochen und wollen schauen, dass wir in den ersten zehn Minuten mal kein Gegentor bekommen“, sagte der Siegtorschütze. Teilweise kennen die Gegner diese Schwäche und spekulieren darauf. So wie zuletzt die Berliner, wie Abwehrchef Toni Leistner nach dem Spiel verriet.[infobox-right]
Am Mittwoch meldeten sich Flügelspieler Robbie Kruse und Torhüter Manuel Riemann, der aber nur eine kurze individuelle Einheit absolvierte, im Training des VfL Bochum zurück. Kruse stand beim Abschlussspiel in der B-Elf. Riemann spielt für den Kader aktuell noch keine Rolle. „Wir müssen bei ihm von Tag zu Tag schauen“, sagte Trainer Jens Rasiejewski.[/infobox]

Doch der VfL hat es im letzten Ligaspiel geschafft, zurückzukommen. „Wir lassen uns dadurch nicht aus der Ruhe bringen und wissen, wie wir Fußball spielen können. Wenn man viele Chancen herausspielt, gelingen irgendwann auch die Tore“, so Hinterseer, der die anstehende Aufgabe in Regensburg als schwierig bezeichnet. Die Mannschaft von Trainer Achim Beierlorzer hat in der Liga zumindest dreimal durch späte Gegentreffer das Spiel verloren. Dies könnte ein gutes Omen sein, sollte der VfL erneut so sehr auf das gegnerische Tor drängen wie gegen Union Berlin.

Für VfL-Trainer Jens Rasiejewski ist es wichtig, dass seine Elf nach einem frühen Rückstand Moral beweist. „Gegen Berlin hat sich die Mannschaft nach dem 0:1 Gott sei Dank gefangen und gezeigt, dass sie unbedingt noch gewinnen möchte“, freute er sich. In der laufenden Saison brachen zwei frühe Gegentreffer dem VfL das Genick – bei der 0:1-Niederlage in der Liga gegen Braunschweig sowie bei der 0:2-Pleite im DFB-Pokalspiel gegen den Drittligisten SC Paderborn.

Wenn der VfL selbst bereits in der Anfangsphase traf, ließ er sich bis dato noch zweimal die Butter vom Brot nehmen (beim 1:2 gegen den 1. FC Heidenheim sowie beim 1:3 gegen den 1. FC Nürnberg). Beim Heimspiel gegen den SV Sandhausen (2:0) allerdings ebnete dem VfL ein frühes Tor den Weg zum Sieg. Torschütze: Lukas Hinterseer.

Autor: Hendrik Steimann

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