04.12.2017

VfL Bochum

Hinterseer und die große Erleichterung

Foto: firo

Er hatte maßgeblichen Anteil am 2:1 (1:1)-Erfolg des VfL Bochum in der zweiten Bundesliga über Union Berlin: Lukas Hinterseer.

Irgendwie brachte der Österreicher die Kugel in der 87. Spielminute über die Linie. Während die Fans auf den Tribünen ihrem Jubel freien Lauf ließen, lag Hinterseer mit dem Rücken auf dem Boden, schloss die Augen und streckte beide Arme in Richtung Himmel. Seine Mannschaftskollegen brüllten vor Freude und stapelten sich in einem Haufen auf dem Helden des Bochumer Sieges. „Mir ist dann kurz die Luft weggeblieben. Das ist aber O.k. - so lange mich die Jungs nicht ganz zerquetschen“, beschrieb Hinterseer seine Gedanken beim Torjubel.

Der Last-Minute-Treffer des ehemaligen Ingolstädters war enorm wichtig für den VfL Bochum, der dadurch den Absturz auf den 16. Tabellenplatz verhinderte und der Stimmung im Umfeld eine andere Richtung gab. Gleichzeitig war es Hinterseers vierter Saisontreffer. Gemeinsam mit Felix Bastians ist der Stürmer jetzt der beste Torschütze des VfL und verspürte eine große Erleichterung nach dem Schlusspfiff: „Wie wir nach dem Rückstand Fußball gespielt haben - so wollen wir als VfL Bochum vor den eigenen Fans immer auftreten. Das macht Lust auf mehr.“

Gespräche als Heilmittel gegen die Krise
Der Druck vor dem Spiel machte Hinterseer und dem ganzen VfL zu schaffen: „Der Druck ist eigentlich schon immer groß gewesen.“ Damit meint der Ösi-Stürmer folgendes: Der VfL Bochum ist mit dem Anspruch in die Saison gegangen, aufzusteigen. Dieses Vorhaben hat sich auch die Mannschaft verinnerlicht. Druck verspüre man nicht nur von außen, sagte Hinterseer. Man wisse um die eigenen Qualitäten. Deswegen würde sich das Team auch selbst Druck machen.

Die befreiende Leistung gegen Union Berlin konnte aufgrund von vielen Gesprächen erbracht werden, so Hinterseer: „Wir haben die ganze Woche die Köpfe zusammengesteckt und intern viel miteinander geredet.“ Dazu hätte sowohl die Kommunikation mit dem Trainerteam als auch untereinander in der Mannschaft gehört. Den Anhängern sprach der Königstransfer des Sommers ein großes Lob aus:

„Man hat gemerkt, jede Aktion zieht die Fans mit. Das hat uns dann auch nochmal gepusht.“ Auf die beiden anstehenden Partien bis zur Winterpause hat Hinterseer Lust: „Es werden schwere Spiele. Es wäre gut, wenn wir so viele Punkte sammeln wie möglich. Und uns dann während der Pause neu aufstellen und sortieren.“

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