24.11.2017

BVB-Trainer Bosz

Habe keine Angst um meinen Job

Foto: firo

BVB-Trainer Bosz steht vor dem Derby stark in der Kritik. Doch Sorgen, sagt er, macht er sich nicht.

Die Antwort ist kurz und bündig: „Nein“, sagt Peter Bosz, Trainer von Borussia Dortmund. Nein, es gebe kein Ultimatum der Geschäftsführung, dass er nur mit einem Sieg über Schalke 04 im Derby seinen Job behalte. Und nein, er habe auch keine Angst um seinen Job. Dabei ist der Druck auf den Niederländer groß, dass weiß er auch selbst. Nur ein Sieg aus den vergangenen neun Pflichtspielen, in der Bundesliga der Sturz von Rang eins auf Rang fünf – und dazu schwache Auftritte, die wenig Hoffnung machen, dass eine schnelle Trendwende gelingen kann.

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„Das beschäftigt mich überhaupt nicht“, beteuert Bosz. „Ich bin Fußballtrainer, ich weiß, dass das passieren kann.“ Trainerentlassungen habe es in der Vergangenheit schon oft gegeben, „auch mit sehr großen Trainern“. Er beschäftige sich mit nichts anderem als dem Derby, so Bosz. „Das ist das Spiel, das ich unbedingt gewinnen will. Dafür müssen wir alles geben, auch ich – und deswegen konzentriere ich mich nur darauf.“

Für die öffentliche Kritik äußert der Trainer durchaus Verständnis: „Wir gewinnen nicht, da ist das normal und logisch“, meint er. „Aber ich versuche, das auszublenden, weil nur eins wichtig ist: das Derby gegen Schalke.“ Hoffnung machen ihm vor allem die guten Auftritte zu Saisonbeginn. „Da haben wir teilweise sehr gut gespielt. Das können wir auch jetzt teilweise, wenn wir Stuttgart-Spiel sehen, oder erste 30 Minuten gegen Spurs.“ Aber: Jetzt muss das auch über 90 Minuten funktionieren.

Dafür werden auch die Dienste von Pierre-Emerick Aubameyang benötigt, der im Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart nominiert war, in der darauf folgenden Champions-League-Partie gegen Tottenham Hotspur (1:2) wieder ein Tor erzielte – und dennoch merklich grummelte. „Ich habe einen Auba gesehen, der besser war als vorher“, sagt Bosz. „Nicht nur, weil er getroffen hat – obwohl das für einen Stürmer immer wichtig ist, gerade wenn er lange nicht getroffen hat. Er war auch an einigen Chancen beteiligt, er war besser als vorher. Für die Mannschaft ist das wichtig, sie braucht einen guten Auba.“

Autor: Sebastian Weßling

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