18.01.2017

Oberhausen

Safakspor-Trainer aus dem Koma erwacht

Foto: Rene Anhut

Gute Nachrichten für den Oberhausener A-Kreisligisten TSV Safakspor: Trainer Efkan Basar ist nach der Messer-Attacke auf einem Discounter-Parkplatz auf dem Weg der Besserung.

Der 50-jährige Kreisliga-Trainer ist am Dienstag aus dem Koma erwacht und muss nicht mehr künstlich beatmet werden. Er liegt nach wie vor auf der Intensivstation, sein Zustand sei aber wieder stabil, berichtet Erkan Saracbasi, Geschäftsführer des TSV Safakspor, gegenüber dieser Redaktion: "Efkan geht es endlich wieder besser. Er atmet selbst und versucht wieder zu sprechen. Auch Reaktionen an Füßen und Händen hat er gezeigt. Das ist ein sehr gutes Zeichen", freut sich der Funktionär des Oberhausener Fußball-Kreisligisten.

Vor einer Woche wurde Basar Opfer einer Messerattacke auf dem Parkplatz eines Lebensmitteldiscounters an der Dorstener Straße in Oberhausen. Nach Angaben der Polizei gerieten zwei Männer in einen Streit. Der 40-jährige mutmaßliche Täter stach mehrfach auf Basar ein. Passanten hatten den Angreifer offenbar davon abgehalten, weiter auf sein Opfer einzustechen und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Damit retten sie dem TSV-Trainer offenbar das Leben. Polizisten hatten den mutmaßlichen Täter jedenfalls noch in der Nähe des Tatorts festgenommen.

Safakspor-Funktionär sieht keinen Zusammenhang zum Verein

Die genauen Hintergründe für die Tat sind nach wie vor unklar. Verdächtigt wird ein Mann, der sich in der Vergangenheit häufig auf dem Klubgelände des TSV Safakspor aufgehalten habe. Zuletzt vor rund drei Monaten. Damals soll es zu einem Streit zwischen ihm und einem Spieler sowie anderen Beteiligten gekommen sein. Einen Zusammenhang zwischen dem Fußballverein und der Tat schließt Safakspors Geschäftsführer inzwischen aber aus: "Der Täter wurde ab und zu auf der Platzanlage gesichtet. Das liegt wohl daran, dass er in der Nähe der Anlage wohnt", sagt Saracbasi und fügt hinzu: "Unser Trainer war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Mit Fußball hatte das nichts zu tun. Der Angreifer ist offensichtlich einfach durchgedreht. Leider hat es unseren Freund getroffen."

Autor: Martin Herms

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