28.05.2015

SV Hochlar

"Wir sind verdammt zum Siegen"

Der SV Hochlar hat noch drei Spiele um den drohenden Abstieg aus der Bezirksliga abzuwenden.

Drei Punkte beträgt der Abstand auf das rettende Ufer, bei noch drei ausstehenden Spielen kein unlösbares Unterfangen. Doch der Trainer des SV Hochlar, Marco Jedlicka, hätte sich durchaus eine bessere Ausgangslage gewünscht. Der Coach trauert den verlorenen Punkten von der 1:2-Niederlage bei der SpVg BG Schwerin hinterher: "Das war das i-Tüpfelchen auf ganz viele bittere Pleiten, die wir schon erlebt haben. Es war ein Spiel auf ein Tor, wir hatten 80 Prozent Ballbesitz und trotzdem gewinnt der Gegner. Uns fehlt in solchen Spielen einfach das nötige Quäntchen Glück und die Kaltschnäuzigkeit."

Durch die Niederlage am Grafweg ist die Situation in Hochlar nicht einfacher geworden, denn die Konkurrenz nutzte den Ausrutscher der Jedlicka-Elf gnadenlos aus. Sowohl der VfB Waltrop als auch der TSV Marl-Hüls II feierten Siege im Kampf um die Klasse. "Schon ein Punkt in Schwerin hätte uns weitergeholfen, wenn ich mir die Gesamtsituation angucke. Wir sind verdammt unsere nächsten beiden Spiele zu gewinnen", weiß der Coach, dass die letzte Stunde geschlagen hat. Dabei erwartet seine Mannschaft zwei durchaus lösbare Aufgaben, zunächst gastiert Mitkonkurrent VfB Waltrop an der Averdunkstraße, bevor Schlusslicht Brünninghausen II zu Besuch kommt.

Neben den sportlichen Entscheidungen, wird auch neben dem Platz an der Zukunft gebastelt. "Dadurch, dass wir noch in der Schwebe stehen, ist es nicht einfach mit Neuzugängen zu verhandeln. Unserer Mannschaft haben wir eine Deadline gesetzt, bis dahin erwarten wir, dass sich die Jungs festgelegt haben", hofft Jedlicka, dass ein Großteil des Kaders sich für einen Verbleib in Hochlar ausspricht. Doch nicht nur bei den Spielern wird in nächster Zeit eine Entscheidung anstehen, auch der Trainer hat noch nicht für die nächste Saison zugesagt. "Im Winter hat es bereits einen Umbruch gegeben, einen Weiteren möchte ich nicht mitmachen. Außerdem würde ich gerne oberhalb der Kreisliga trainieren", knüpft Jedlicka seinen Verbleib an die Entscheidungen seiner Spieler.

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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